Hochwasser: Feuerwehr kämpft gegen die Wasserfluten
EMSDETTEN 160 Liter Regen pro Quadratmeter, schätzt Emsdetteners Feuerwehr-Chef Dieter Rengers, sind am Abend und in der Nacht über Emsdetten niedergegangen. Ein – im dramatischen Sinne – Fabelwert. "Bisher waren um die 60 Liter der Spitzenwert", erinnert sich Rengers.
"Wohnen am Wasser". An den Bleichen ist der Mühlenbach weit über die Ufer getreten, wo jetzt ein See ist, grasen sonst Pferde. (Foto: Christian Busch)
Besonders in Westum hatten die Anwohner mit dem Wasser zu kämpfen, auch im Biekmeresch war die Lage alles andere als rosig. In Austum stand ein Bauernhof unter Wasser, berichtet der stellvertretende Feuerwehr-Chef Willi Kemper in einer „Telefonpause“.
Schon relativ früh am Donnerstagabend hatte es Probleme an der Kleinen Schweiz gegeben, die Straße wurde teilweise überflutet. Auch entlang dem Grevener Damm und der Blumenstraße musste Wasser aus den Untergeschossen gepumpt werden.
Kokelbrand im Goldenen Ring
„Um fünf Uhr morgens waren meine Leute total platt, die meisten mussten erst einmal nach Hause“, berichtet Dieter Rengers. Hilfe von Feuerwehren aus Elte und Neuenkirchen wurde gerufen – und die war auch dringend nötig, wie sich am Freitagmorgen beim Blick auf den Mühlenbach zeigte.
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30 Gräber abgesackt
Dramatische Auswirkungen hatte der Dauerregen auch an Orten, die die Feuerwehr so gar nicht auf der Liste hatte: „Hier sind 30 Prozent der Gräber abgesackt, Umrandungen und Grabsteine versinken in der Erde“, meldete sich Larss Schmidt, Friedhofsgärtner am Hemberger Damm am Freitag in unserer Redaktion.














