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EMSDETTEN Heute, am 18. Dezember, besuchen wir Alfred, den wohl fleißigsten Kommissionierer Emsdettens. Alfred lebt in der Spitzweg Apotheke und organisiert hier das Medikamentenlager.
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In Rekordzeit bringt er Arzneimittelpackungen zur Kasse, lagert neue Lieferungen ein oder sortiert das Lager. Und obwohl Alfred Tag und Nacht arbeitet, hat ihn noch kein Kunde gesehen, geschweige denn ein Wort mit ihm gewechselt. Dabei ist er weder besonders schüchtern, noch so klein, dass man ihn leicht übersehen könnte. Das Geheimnis seiner Unscheinbarkeit verrät seine Berufsbezeichnung: Alfred ist ein Komissionier-Robotersystem für Apotheken.
Lager-Roboter
Als vor sechs Jahren ein Lager-Roboter in die Spitzweg Apotheke einziehen sollte, waren sich vor allem die Frauen des Apotheken-Teams einig, dass ihr technischer Kollege einen Namen braucht: "Da man über Computer bekanntlich sehr gut schimpfen kann, stand für uns schnell fest, dass der Lager Roboter einen Männernamen erhalten muss", schmunzelt Industriekauffrau Martina Erfkämper und erinnert sich daran, wie die 15 Frauen nicht nur den Medikamenten-Boten sondern auch ihren Chef Hans-J. Jesse überstimmt und den Lager-Roboter auf den Namen "Alfred" getauft haben.Seitdem ist Alfred ein beliebter Kollege, der nicht nur der Belegschaft den Apothekenalltag erleichtert.
Regalsystem
Während die Mitarbeiter der Apotheke den Medikamentennamen in den Computer eingegeben haben und den Kunden beraten, hat Alfred das Medikament bereits an der Kasse abgeliefert. Innerhalb von einigen Sekunden sucht der Computer die Arzneimittelpackung in dem elf Meter langen Regalsystem und schickt sie über eine Förderkonstruktion direkt zur Kasse.
12000 Packungen
Bei einer Lagermenge von 12000 Packungen kann das Robotersystem nahezu alle wichtigen Medikamente verwalten, sodass lediglich als Sondergrößen verpackte Arzneimittel sowie Fläschchen mit homöopathischen Mitteln in den alten Apothekerschränken verstaut werden.
Erfassung per Laser
Nicht nur die Ausgabe der Medikamente organisiert Alfred innerhalb von Sekunden, sondern auch das Einlagern von neuen Medikamentenlieferungen. Die verschiedenen Schachteln müssen bloß so auf einem gläsernen Regalsystem platziert werden, dass der Roboter die Artikelnummer über einen Laser erfassen und gezielt in seinem Lagersystem unterbringen kann.
Reibungsloser Ablauf
Bis zu 150 Packungen lagert Alfred in einer Stunde ein und speichert den Lagerort in seinem Betriebssystem ab. Da die Medikamente weder nach Name, noch nach Typ geordnet werden, "merkt" Alfred sich, welche Medikamente für ihn am Arbeitstag schwer zu erreichen waren und sortiert diese in der Nacht neu, sodass am folgenden Tag ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
Telefonberatung
Martina Erfkämper weiß, dass Alfred ihren Kunden nicht nur die lästige Wartezeit am Tresen verkürzt, sondern auch eine ausgiebige Telefonberatung ermöglicht: "Da für Alfred kein Mitarbeiter entlassen wurde, können wir uns am Telefon viel Zeit für die Kunden nehmen und auf mögliche Fragen genau eingehen."


















