Hundestaffel-Übung der Malteser: Immer der Spur nach
EMSDETTEN Still und leise lief sie ab, nur manch Bahnreisender wird am späten Freitagabend mitbekommen haben, dass der Malteser Hilfsdienst seine bisher bundesweit größte Hundestaffel-Übung in Emsdetten gestartet hatte.
Besprechung vor der Übung: Jeder Handgriff soll sitzen.
- Fußball-Kreispokal Emsdetten 05 quält sich in die 2. Runde
- Tennis in der Damen-Regionalliga Damen 40: Wichtiger 8:1-Heimsieg gegen Köln
- Kanu-Marathon auf der Ems- in Rheine Langstrecken-Paddeln
- Saisonstart beim Tennis-Club Emsdetten Teams kamen recht gut über den Winter
- Aufsteiger nach drei Siegen an der Spitze Herren des Tennisvereins sorgen für Furore
Rund 100 Einsatzkräfte kamen am Freitag ab 22 Uhr auf dem großen Parkplatz am Bahnhof zusammen. Malteser Hilfsdienst (MHD), Feuerwehr, Bundespolizei, Rettungshundestaffeln - viele Beteiligte, viel Einsatz, allerdings wenig Action.
Lange vorbereitet
Denn bei der Rettungshundestaffel geht es eher ruhig voran. "Zwei Übungen machen wir jedes Jahr - aber das ist die bisher größte", erklärte MHD-Hundestaffelführer Wolfgang Krüper. Mehrere Monate lang haben die ehrenamtlichen Helfer des Malteser Hilfsdienstes diese Übung vorbereitet. Gezielt nahmen die Hunde die Spur auf. In ihrem konkreten Fall führte sie die Spur in die Innenstadt. Zwei vermisste Personen sollten sie finden. Mantrailing, zu Deutsch: Personenverfolgung, nennt sich diese Form der Personensuche.
Emsdetten nur der Auftakt
Insgesamt 37 Rettungssuchhunde standen dem MHD am vergangenen Wochenende zur Verfügung. Sogar Verstärkung aus Stuttgart kam nach Emsdetten. Von Freitagabend bis Samstagmorgen um neun Uhr dauerte die groß angelegte Übung. Doch damit nicht genug: Emsdetten war lediglich der Auftakt. Im gesamten Kreisgebiet, darunter auch in Rheine-Gellendorf und in der Burgsteinfurter Innenstadt, waren Schauplätze der bundesweit ersten Übung in dieser Größenordnung.
Viele Hürden
Und in Emsdetten galt es viele Hürden zu nehmen. Während die Hunde anfangs mehrere Kilometer weit durch das gesamte Stadtgebiet die zuvor ausgelegten Spuren verfolgten, konstruierten die Organisatoren parallel dazu Realeinsätze. Am Ende einer langen Nacht ging es für die gut ausgebildeten Vierbeiner sogar an die Ems - eine vermisste Person galt es zu finden. Am Ende ging alles gut. Doch für die Einsatzkräfte war die Übung auch am Sonntagabend noch nicht zu ende. Eine lange Manöverkritik am Montag, bei der auch Filmmaterial eines organisationseigenen Kamerateams ausgewertet wurde, war der Abschluss des Übungswochenendes.

















