Eurotoques: Koch Ruhmöller greift nach den Sternen
EMSDETTEN Geschmacksverstärker sind bei Stephan Ruhmöller verpönt. Ebenso wie Gen-Lebensmittel, Fertig-Teige oder geschälte, eingeschweißte Kartoffeln. Damit ist klar: Der Koch ist Kandidat für „Eurotoques“.
Geschafft: Stephan Ruhmöller hat die harten Aufnahmekriterien gepackt, der Koch der gleichnamigen Gaststätte in Sinningen ist jetzt Mitglied von "Eurotoques". (Foto: Christian Busch)
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Nach diesen Grundsätzen wird im Gasthaus Ruhmöller in Sinningen schon länger gekocht, seit einigen Wochen aber „zertifiziert“: Ruhmöller ist jetzt offiziell „Eurotoques-Sterne-Restaurant“. „Eis und Teigwaren, den Kloßteig für Knödel – machen wir selbst“, erzählt Stephan Ruhmöller nicht ohne Stolz. Frischfleisch kommt vom Metzger des Vertrauens, das Gemüses vom regionalen Lieferanten.
Ist er der Kochmütze mit 13 Sternen würdig?
Ob er der Kochmütze mit den 13 Sternen damit würdig ist, hat Eurotoques überprüft. Geheim, unerkannt und erfolgreich. Um aber bei der nicht-kommerziellen Köchevereinigung aufgenommen zu werden, braucht man zudem einen Paten, einen Bürgen. Das ist kein geringerer als Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück, Inhaber zweier Michelin-Sterne und – glaubt man dem Küchenklatsch – auf dem besten Weg zum dritten.
Denn bei Bühner, damals noch Chef im „La Table“ in Dortmund, hat Stephan Ruhmöller zwei Jahre lang die große Küche gelernt, hat mit dem Star-Patron die ersten Michelin-Sterne erkocht.
"Rustikale Küche auf hohem Niveau"
Bretonischen Hummer oder afrikanischen Springbock findet man bei Ruhmöller auf der Karte indes nicht. „Das wäre Unfug“, sagt der Koch, das passt nicht. „Wir bieten rustikale Küche auf hohem Niveau.“ Ein Schnitzel könne man schließlich auch aus Top-Fleisch braten.















