Münsterland-Giro: Kurzes Vergnügen: Radprofis starten am Brink
EMSDETTEN Die Aufregung im Vorfeld war groß: Rennradprofis sollten am Tag der Deutschen Einheit in Emsdetten zum Münsterland-Giro aufbrechen. Viele, viele Schaulustige versammelten sich aus diesem Anlass am Brink. Das Vergnügen war kurz. Sekunden nach dem von Bürgermeister Georg Moenikes abgefeuerten Startschuss waren die Spitzensportler schon außer Sicht und in Richtung Hembergen unterwegs.
Der Start in Emsdetten vor dem Extrablatt am Brínk. (Foto: Bernd Oberheim (www.pressefoto-bernd-oberheim.de))
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Die Show vor dem Start
Für die am Vormittag noch wenigen Zuschauer gab es aber auch etwas zu sehen: Mädchen der Radsportgemeinschaft zeigten, dass es sich auch auf einem einzelnen Rad prima fahren lässt. Die Gruppe zog aber nicht nur ihre Kreise, sie zeigte auch Kunststücke – die leicht aussahen, aber volle Konzentration erforderten. So haben beim „Stern“ die äußeren Fahrerinnen ein zügiges Tempo drauf, während die Mädchen innen bei langsamer Geschwindigkeit das Gleichgewicht halten müssen. Schön anzusehen war auch „Diamant“, bei dem sich die Mädchen gegenseitig hielten und gemeinsam über den Brink radelten. Da war ebenfalls genaueste Abstimmung gefragt.
Prall gefüllte Innenstadt
Mit der Zeit füllte sich die Innenstadt, eine halbe Stunde vor dem Start waren die guten Plätze ganz nah an den Radprofis längst vergeben. Nach der Präsentation der Teams auf der Bühne stieg die Spannung. Junge Cheerleader mit großen Schleifen in den Haaren und grün-goldenen Pompoms heizten die Stimmung mit ihren „Let´s go, Giro, let´s go!“-Rufen zusätzlich an.
Tolle Atmosphäre
Einer, der die Atmosphäre voll und ganz genoss, war Peter Scheltens, selbst hobbymäßig mit den Radwanderfreunden Münsterland auf dem Drahtesel unterwegs. „Das ist das erste Mal, dass ich das sehe“, war er ganz gespannt auf den Start und fand: „Es ist einfach schön, mal Profis zu sehen, die man sonst nur aus Zeitung und Fernsehen kennt.“
Rappelvoll
Zehn Minuten vor dem großen Moment war vor dem E-Blatt kein Durchkommen mehr. Wer jetzt noch zum Brink kam, musste sich auf die Zehenspitzen stellen, um einen Blick zu erhaschen oder einen Schnappschuss mit Kamera oder Fotohandy zu machen. Und dann passierte es. Bürgermeister Georg Moenikes feuerte den Startschuss ab und die Radprofis setzten sich in Bewegung – kontrolliert, Renngeschwindigkeit nahmen sie erst später auf.
Applaus, Applaus
Die Zuschauer, die fleißig applaudierten, fanden es trotzdem spannend. „Das war ganz interessant, auch das Drumherum“, fand Christian Hurcks, der nach Vorstellung der Teams an den Kreisverkehr an der Moorbrücke gewechselt war. Und das ist klar, so kurz das Vergnügen auch war: „Für Emsdetten war das ein Highlight!“

















