Bilanz nach Hochwasser: Marienstraße ist der einzige größere Wasserschaden
EMSDETTEN Am ersten regulären Arbeitstag nach dem großen Regen ist der Erste Beigeordnete Dirk Brügge vor allem eine: dankbar.
Innerhalb von 30 Minuten war der große Kran der Feuerwehr Münster vor Ort, um beim Fällen der Linde zu helfen.
obhErleichtert ist Brügge auch, denn trotz der Katastrophen vom Samstag gilt der Satz von Bürgermeister Georg Moenikes vom Freitagabend auch noch am Montagmittag: Emsdetten ist im Vergleich mit anderen Gemeinden mit einem hellblauen Auge davon gekommen.
Mit dem blauen Auge davongekommen
Dass die alte, große Linde am Hof Deitmar gefällt werden musste, sei sehr schade, „der einzig größere Schaden ist aber die eingebrochene Marienstraße.“
Der Kanal wird an der defekten Stelle repariert, schon am Dienstagabend soll die Marienstraße wieder befahrbar sein. Der 50 Jahre alte Kanal soll 2013 ohnehin erneuert werden, vorgezogen wird die komplette Maßnahme aber nicht. „Es gibt noch keine Planung, so etwas dauert bis zu sechs Monate“, informiert Brügge.
Neubrückenstraße wegen Baustelle gesperrt
Und: Die Marienstraße muss schnell wieder befahrbar sein. Die Neubrückenstraße ist wegen der Baustelle gesperrt, weitere Straßen werden wegen der Kirmes dicht gemacht – da drohe sonst ein Verkehrschaos. Alles andere als Chaos hätte übrigens, auch dank der Polizei, am Montagmorgen an der Marienstraße geherrscht: „Die Schüler haben sich vorbildlich verhalten.“
Was es genau kostet, die unterspülte und eingebrochene Straße wieder herzurichten, kann Brügge noch nicht sagen. Fest steht: Die Stadt, bzw. die Bürger bleiben auf den Kosten sitzen. „Gegen Straßenschäden ist die Stadt nicht versichert, das geht zu Lasten des Abwasserwerkes.“
Gewährleistungsfall
Die eingebrochene Staumauer an „Blomers Guort“ hingegen sei ein Gewährleistungsfall. Brügge: „Die hätte halten müssen.“ An Gebäuden und an der Kanalisation seien ansonsten nur kleinere Schäden entstanden. Auf Hof Deitmar bleibt der Uferweg noch gesperrt, die anderen Wege werden – wo nötig – mit Sand repariert.
Intensiv kontrolliert werde gerade der Uferbereich des Mühlenbaches. Und die Brücken? Eine erste Sichtprüfung habe ergeben, dass keine gefährdet sei. Guter Zufall: Die turnusmäßige Sicherheitsprüfung steht ohnehin an.
Rengers zieht den Hut
Durchatmen konnte am Montag auch Feuerwehr-Chef Dieter Rengers, der den Hut zog vor der Leistung seiner ehrenamtlich aktiven Kameraden. „Die waren unermüdlich im Einsatz.“ Inklusive Nachschlag: „Denn als am Samstagnachmittag endlich Feierabend sein sollte, ging´s mit dem Baum und der Marienstraße erst richtig los.“ Einen letzten Einsatz absolvierte die Wehr am Sonntagnachmittag in der Kleingartenanlage Ossenkamp: Hier wurden 300.000 Liter Wasser abgepumpt, die einige Bienenvölker bedrohten.














