Feuerwehr und Polizei: Missglücktes Wendemanöver sorgt für Großeinsatz
EMSDETTEN Das Wendemanöver eines jungen Fahrers verursachte am Samstag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei auf dem ATU-Parkplatz am Nordring - und war beim Detten-Rockt-Festival "um die Ecke" das Thema der Nacht.
Mit Paletten und Hebekissen hoben die feuerwehrleute den fast drei Tonnen schweren Geländewagen an. Stück für Stück überbrückten sie den Höhenunterschied, so dass am Ende ein schwungvolles Anfahren ausreichte, um den PKW wieder zurück auf die Straße zu setzen. (Foto: Jens Keblat)
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Was war passiert? Ein 19-jähriger Autofahrer aus Quakenbrück rief das Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Plan. Über drei Stunden lang hing der junge Fahranfänger mit seinem PKW auf dem Parkplatz fest, nachdem er sich durch einen Fahrfehler an der Ecke Nordring/Brede rückwärts auf die tiefer liegende Zufahrt manövriert und mit dem Unterboden des Wagens aufgesetzt hatte.
Zusammen mit drei jungen Leuten wollte er das DettenRockt-Festival besuchen. Die Gruppe "Der Fall Böse" wollten sie sehen. Danach sollte es eigentlich wieder nach Hause gehen. Doch es kam anders.
Mit Auto "gestrandet"
Bei der Parkplatzsuche "strandete" der Wagen zwischen Fußgängerweg und Firmengelände auf einer Mauer um kurz nach 16 Uhr. Direkt rief der 19-jährige den ADAC um Hilfe. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife kam gerade vom Detten-Rockt-Festival und hielt bei den vier jungen Leuten an.
Aber nicht nur die beiden Polizisten boten Hilfe an. Während viele, zumeist leicht angetrunkene Jugendliche das Ergebnis des Wendemanöver per Handy festhielten und die Szene lautstark kommentierten, boten auch Passanten Unterstützung an. Es dauerte eine geschlagene Dreiviertelstunde, bis ein Abschleppwagen des Automobilclubs eintraf. Doch dieser unternahm nichts. Das Fahrzeug hatte keinen Kran an Bord.
Exklusiver Einblick in die Feuerwehrarbeit
inziger Ausweg für den Abschleppwagenfahrer war die Anforderung eines großen Kranwagens, der den PKW hätte anheben können. Doch für diesen reichte der Platz in der einspurigen Straße nicht aus. Somit blieb als einziger Ausweg die Feuerwehr. Um 18.17 Uhr wurd sie alarmiert. Mit dem Einsatzstichwort "Verkehrsunfall" eilten 15 Wehrmänner mit dem Einsatzleitwagen und zwei Großfahrzeugen zur Einsatzstelle.
Was sich den wartenden Jugendlichen dann bot, war ein ganz exklusiver Einblick in die Arbeit der Wehr. Mit Paletten und Hebekissen hoben sie den fast drei Tonnen schweren Geländewagen an. Stück für Stück überbrückten sie den Höhenunterschied, sodass am Ende ein schwungvolles Anfahren ausreichte, um den PKW wieder zurück auf die Straße zu setzen.
Mit Spende bedankt
Bei der Feuerwehr bedankte sich der junge Fahrzeugführer, der den Auftritt "seiner Band" natürlich verpasst hatte, mit einer großzügigen Geldspende, die Feuerwehr-Chef Dieter Rengers nach dem gelungenen Einsatz dankend entgegennahm. Auch freute sich Rengers über den reibungslosen Ablauf, weil seine Blauröcke genau diesen Einsatz noch am Donnerstagabend geprobt hatten - mit Erfolg.















