Erst spenden, dann feiern: Riesenandrang in den Kneipen der City: Bands nutzen Heimspiel
EMSDETTEN Es war die Nacht der Lokalmatadoren: Das C-Dur platzte dank den Tinys und Lindstärke 10 aus allen Nähten. Im Extrablatt konnten die Gäste kaum bis zu den „Jacks“ aus Emsdetten vordringen. So voll war´s. In Martins Wirtshaus bei Büker zwängten sich die Besucher zur Pub-Atmosphäre in den Saal – Fana bürgt eben seit 40 Jahren für Qualität. Und im MoZ wollten ganz viele das Heimspiel von Blue Front Café nicht verpassen.
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Um 21 Uhr war die City voll
Sie alle kamen zusammen zwischen Bahnhof und Südstraße. 21 Uhr und zack! – schon war die City voll. Bis weit nach Mitternacht, als im Eiscafé Belluno immer noch mit feinstem Latino-Sound gefeiert wurde. Über 2000 Besucher mögen es gewesen sein, die Samstag Säle und Kneipen füllten. In den Eingangsbereichen wurden sie alle um eine kleine Spenden zugunsten der Aktion „Emsdetten hilft – Haiti“ gebeten. Als Eintritt zum Konzert.
Spendendose platzte aus den Nähten
Die Rechnung ging auf. Zuerst um C-Dur, wo die erste Spendendose nach kurzer Zeit aus allen Nähten platzte. Das gleiche Bild im Extrablatt, wo sich die Besucher rund um den großen Tresen versammelten – versammeln mussten. Schließlich fiel der Sitz-Bereich etwas weiter oben der Bühne für die Band „The Jacks“ zum Opfer. Kein Problem. Gerne rückten die Zuhörer zusammen. Das Publikum war gemischt: Jung und etwas älter, alternativ bis modisch.
Sie alle erlebten eine junge Rockband, die zur Höchstleistung auflief. Wer hier einmal hinein hörte, den ließ der Sound der Truppe gar nicht mehr los. Das galt vor allem für eine junge, weibliche Fangemeinde, die die Jungs oben anschmachteten. Das spornte an. Der Funken sprang herüber. Dieses Konzert ließ die Besucher allenfalls los, wenn „The Jacks“ eine kurze Spielpause einlegten.
Auch der Liedermacher fand sein Publikum
Nebenan im Westfälischen Hof ging es nicht weniger stimmungsvoll, aber doch ruhiger zu. Hier durfte gelauscht werden, wenn Christoph Schulz Pop-Klassiker im Liedermacher-Stil, nur mit einer Gitarre ausgestattet, interpretierte. Aber hier war auch Zeit und Raum zum gemütlichen Bierchen beim Smalltalk. Live-Musik im Hintergrund, statt eines Ohren betäubenden Konzerts, das zogen einige Besucher vor.
Das Beste aus Pop und Rock lockte ein feste Fangemeinde von Straight Way ins Attas, während Martins Wirtshaus bei Büker einen weiteren Volltreffer landete. „Travelling left“ gab hier den Ton an. Irische Volksmusik von „Dirty Old Town“ bis Molly Mallone und Lieder mit kämpferischen Texte aus der Bretagne sorgten für Pub-Stimmung im Saal, der sich schnell und lange füllte. Zum Mitsingen lagen Liedertexte aus. Es durfte mitgesungen werden!



















