Nach dem Hochwasser: Versicherung: Telefone laufen heiß
EMSDETTEN Tief "Cathleen" hat ganze Arbeit geleistet: Hunderte Keller liefen nach sintflutartigen Regenfällen in der Nacht zum Freitag voll. Viele Hausbesitzer fragen sich jetzt, ob der Schaden durch ihre Versicherung gedeckt ist.
"Wenn Räume komplett überflutet werden, gehen die Schäden oft in die Tausende", weiß Klaus Hagemeister, Geschäftsstellenleiter der Provinzial in Emsdetten. Neben zerstörten Möbelstücken, defekten Gefriertruhen oder Waschmaschinen im Keller könne sich der Schaden auf das ganze Haus ausbreiten: Heizkessel, Elektroinstallation und Anstrich werden oft in Mitleidenschaft gezogen.
Telefon stand nicht still
"Bei uns stand das Telefon nicht still. Am Freitag durchgehend, auch am Montag noch", erzählt Marianne Winter vom Emsdettener LVM-Büro Michael Plagge. "Den meisten Leuten aber mussten wir erklären, dass sie nicht versichert sind." Auch bei Klaus Hagemeister, wo "sehr, sehr viele Anrufe" gezählt wurden, ist der Versicherungs- der Ausnahmefall. Starkregen gelte wie auch Hochwasser oder Erdbeben als Elementarschaden - und den haben offenbar wenige Emsdettener abgesichert.
"Wir empfehlen immer den Einschluss von Elementarbausteinen in die Wohngebäude- und Hausratversicherung. Immobilienbesitzer und Mieter können sich so zumindest finanziell gegen die Folgen von Naturgewalten schützen", sagt Hagemeister. Marianne Winter erklärt, dass die LVM ihre Kunden darauf zum Beispiel nach dem Sturm Kyrill und Schneedruck-Schäden hingewiesen habe.














