Schach-Bundesligist SK Turm: Kader - jung und hungrig
EMSDETTEN. Alle sportlichen Entscheidungen bezüglich des Kaders des Schach-Bundesligisten SK Turm im Hinblick auf die neue Saison sind gefallen, die Schachfreunde freuen sich auf den Start im Oktober.
Twan Burg wechselt nur neuen Saison von der Turm-Reserve in den Bundesliga-Kader.. (Foto: Bernd Oberheim )
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Trotz gezielter Verstärkungen mit zwei jungen Nachwuchsspielern bleibt das Gerüst der Mannschaft identisch mit dem der erfolgreich abgeschlossenen Saison 2010/ 2011.
Das Spitzenbrett wird weiterhin durch das derzeit wohl größte internationale Schachtalent der Welt, dem jetzt 17-jährigen Niederländer Anish Giri, besetzt. Giri wurde zwischenzeitlich sowohl in der Schachbundesliga als auch bei internationalen Großturnieren zum Zuschauermagneten und Medienstar.
An Brett zwei wird mit dem 32-jährigen georgischen Großmeister Mikheil Mchedlishvili - neben Jonny Hector als "Oldie" im Turm-Team - ein langjähriges Kadermitglied spielen. Mchedlishvili ist trotz starker Gegner ein verlässlicher Punktegarant.
Wouter Spoelmann, der in der abgelaufenen Saison enorm auftrumpfte und große Spiele bestritt, wird wieder das dritte Brett besetzen.
Zwei Turm-Neulinge im KaderAm vierten und fünften Brett werden die Turm Neuzugänge ihre Kämpfe bestreiten. Alexander Ipatov - 18-jähriger Großmeister aus der Ukraine - hat lange Jahre erfolgreich in Spanien gespielt. Er wird die Garde der "jungen Wilden" im Team verstärken. Wie auch das erst 17 Jahre alte polnische Nachwuchstalent Dariusz Swiercz, über den anlässlich seines Gewinns der U20-Weltmeisterschaft bereits berichtet wurde. Auf ihre Auftritte sind alle Schachfreunde schon gespannt.
Seine zweite Saison für den SK Turm spielt am sechsten Brett Nils Grandelius, er ist 18 Jahre alt. Nach einer eher durchwachsenen Saison möchte der junge schwedische Großmeister zu einer Stütze der Mannschaft wachsen. Auf die Spiele von Jonny Hector, dem zweiten schwedischen Großmeister in Diensten des SK Turm, freuen sich viele Schachfans, da der "Senior", der am siebten Brett an den Start gehen wird, aufgrund seines häufig unkonventionellen Angriffsspiels immer wieder faszinierende Partien auf das Brett zaubert.
Das achte Brett wird Daan Brandenburg besetzen, der dank seiner starken Leistungen zwischenzeitlich zum Großmeister ernannt wurde.
An den folgenden Brettern werden die starken niederländischen IM Ruud Janssen und Roeland Pruijssers starten. Pruijssers hat sich in der Zwischenzeit seine 3. Großmeisternorm erarbeitet.
Twan Burg rückt aus der Reserve hochIn den Kader des Erstligateams rückte der Niederländer Twan Burg auf, der in der abgelaufenen Saison die Reserve verstärkte, jetzt als starker Ergänzungsspieler gilt.
Die weiteren Bretter werden erneut mit jenen Spielern besetzt, die bereits in der abgelaufenen Saison stark auftrumpften und wichtige Punkte für das Team einfuhren. Dennis Breder, Martin Zumsande, Christov Kleijn und Thomas Fiebig kämpfen an den Brettern zwölf bis 15 um die Punkte, während Christian Richter - ein Urgestein des SK Turm - an Brett 16 spielt. Fiebig überzeugte in der Vergangenheit bei all seinen Einsätzen.
Die Aufstellung des Bundesligakaders spiegelt die Philosophie des SK Turm wider. Der Verein setzt auf die Verpflichtung junger, hungriger Spieler, die eine große Zukunft vor sich haben und das Interesse vieler Schachfans wecken. Ob das sensationell gute Abschneiden der Mannschaft - Platz sechs - wiederholt werden kann, ist schwer abzuschätzen. Vorrangiges Ziel bleibt der Klassenerhalt, da auch die Turm-Konkurrenten mächtig aufgerüstet haben. Die 1. Schachbundesliga wird ihrem Ruf als stärkste Liga noch eindeutiger gerecht.
Die Saison beginnt am Wochenende vom 14. bis 16. Oktober mit drei Runden. Erstmalig treten bei dieser zentralen Auftaktveranstaltung alle 16 Teams zu den Auftaktspielen in Mülheim an.
Ein Interview mit den beiden Neuzugängen des SK Turm und ein Bericht über den neuen Weltmeister der U20-Junioren am Mittwoch in der EV.









