Schach-Klub Turm Ensdetten: Neuer Turm-Spieler Thomas Fiebig: "Erste Liga ist für mich ein großer Reiz"
EMSDETTEN Thomas Fiebig spielte drei Jahre lang für die Schachfreunde Dortmund-Brackel in der Regionalliga. "Das erste Brett in dieser Liga wurde für mich immer unattraktiver. Deshalb kam die Anfrage des SK Turm gerade recht. Ich freue mich auf meine Einsätze in der 1. Liga."
Nach drei Jahren in der Regionalliga bei Dortmund-Brackel spielt Thomas Fiebig in der neuen Saison für den SK Turm in der 1. Liga. (Foto: privat)
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Herr Fiebig, welche Gedanken kommen bei der Verbindung Emsdetten und Schach?
Thomas Fiebig: Ich habe die letzte Saison des SK Turm intensiv verfolgt. Da ich mit Turm-Spieler Michael Feygin einige Anreisen zu Spielen im Ausland absolvierte, habe ich ganz viel von ihm gehört.
Seit wann spielen Sie Schach, wo gelernt?
Thomas Fiebig: Schach spiele ich seit dem sechsten Lebensjahr. Die Regeln hat mir mein Vater beigebracht, mit ihm spielte ich auch meine ersten Partien. In meiner Grundschule besuchte ich die Schach-AG. Der AG-Leiter war Jugendwart des örtlichen Schachvereins, so war ich recht schnell im Verein aktiv.
Fiebig: Mein Aufwand ist nicht so groß"
Schach-Spitzensportler investieren viel Zeit in Training und Spiel. Wie hoch ist denn der wöchentliche Aufwand?
Thomas Fiebig: Da muss ich Sie enttäuschen, mein Aufwand ist nicht besonders hoch. Recht viel Zeit investiere ich in die Eröffnungsvorbereitung, dies jedoch fast nur vor anstehenden Partien. Hiermit spiegele ich sicherlich nicht den typischen Schachspieler wider, jedoch bin mit dieser "Nicht-Trainingsart" bisher recht weit gekommen. Durch oftmaliges Training mit zahlreichen Jugendspielern bin ich aber mit den wichtigen Schach-Elementen gut vertraut.
Auf welche Erfolge sind Sie besonders stolz?
Thomas Fiebig: Vier Titel in der Jugend als NRW-Meister, die anschließenden "Deutschen" liefen nicht so gut. In jüngster Vergangenheit stehen drei größere Erfolge zu Buche. Zwei IM-Normen, und der kürzlich gewonnene Einzelpokal des Deutschen Schach-Bundes.
"Nach dem Studium weniger Zeit für Schach-Sport"
Warum kommen Sie zum SK Turm?
Thomas Fiebig: Mit Beginn meines Studiums zog ich nach Dortmund, spielte für SF Dortmund-Brackel. Drei Jahre lang in der Regionalliga, stets knapp den Aufstieg verpasst. Das erste Brett dieser Liga war nicht mehr attraktiv für mich. Da kam mir die Anfrage des SK Turm entgegen. Ich möchte in der 1. Liga spielen. Wenn mein Studium beendet ist, werde ich wenige Zeit für den Schachsport investieren können.
Der SK Turm spielt nun die zweite Saison in der stärksten Schachliga der Welt. Welche Chancen hat der Verein?
Thomas Fiebig: Das Ziel sollte wieder der Klassenerhalt sein. Dieses Ziel erscheint mir realisierbar.
"In der ersten Liga weht ein anderer Wind"
Welche konkreten Ziele haben Sie beim SK Turm?
Thomas Fiebig: In der Bundesliga weht ein ganz anderer Wind. Jedoch wird dort auch nur Schach gespielt. Ich werde stets mein Bestes geben und schauen, was dabei heraus springt.
"Jugend muss Spass haben beim Training"
Der SK Turm engagiert sich stark in der Jugendarbeit. Welchen Schub kann das zweite Spieljahr in der 1. Schachbundesliga beim Nachwuchs auslösen?
Thomas Fiebig: Meiner Meinung nach hängt eine erfolgreiche Jugendarbeit kaum von der Liga ab, in der die ersten Mannschaft ab. Es ist doch viel wichtiger, den Jugendlichen eine angenehme Atmosphäre bei Trainings zu bieten.










