SK Turm Emsdetten: Reserve startet mit Oberliga-Sieg gegen Wattenscheid
EMSDETTEN. Am ersten Spieltag der Saison empfing die Reserve des Schach-Klub Turm die starke Zweitvertretung der SG Wattenscheid. Mit einem scheinbar glatten 5:3-Sieg fuhren die "Türmer" die ersten Punkte in der NRW-Oberliga - dritthöchste Spielklasse - ein, doch das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nur in Teilen wider, war der ersehnte Erfolg letztlich doch bis zum Ende hin offen - und auch etwas glücklich.
Die Reserve des Schach-Bundesligisten SK Turm startete mit einem Sieg gegen Wattenscheid in die Oberliga-Saison. (Foto: Reinhard Lüke)
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Schon nach knapp 2,5 Stunden ging Turm II in Front, Stefan Kuipers an Brett 6 gelang nach einer Eröffnungs-Ungenauigkeit seines Gegners, dem Wattenscheider "Urgestein Wilfried Schröder, ein überzeugender Sieg.
Nur wenige Minuten später einigte sich an Brett 2 Christov Kleijn in ausgeglichener Stellung auf ein Remis. Auch Roeland Pruijssers willigte letztlich in ein relativ schnelles Unentschieden am Spitzenbrett ein. Zwar besaß er leichte positionelle Vorteile, doch entschied er sich aufgrund seiner knappen Bedenkzeit für den sicheren halben Punkt, der seinem Team die 2:1-Führung sicherte.
Diese hielt jedoch nicht lange: Thomas Fiebig verlor seine Partie gegen den bekannten Schachjournalisten und Internationalen Meister Georgios Souleidis - nach einem entscheidenden Materialverlust. Nachdem sich Christian Richter nicht gegen seinen Gegner durchsetzen konnte, in ein Remis einwilligen musste, stand es in der Addition jetzt 2,5:2,5, wobei vieles in diesem Moment auch auf eine Punkteteilung in diesem Duell hindeutete.
Es kam alles ganz anders ...
Doch es kam - zum Glück für den SK Turm - ganz anders. Nach einem "kapitalen Bock" des Wattenscheider Spielers an Brett 8 gab dieser die Partie, die durchaus auch mit einem Remis hätte enden können, sofort verloren, womit Michael Topp einen ganz wichtigen Punkt sicherte. Dann gelang es auch noch Alexander Kabatianski am 3. Brett, durch Dauerschach den Gewinn eines halben Punktes zu sichern, was erst nach fehlerhaftem Spiel des Wattenscheiders möglich wurde.Somit stand es nun 4:3 für die Turm-Reserve - alles hing von der letzten Partie ab, die Sjef Rijnaards am 7. Brett zumindest unentschieden halten musste, um den Gesamtsieg zu sichern.
Aufgrund von zwei Mehrbauern seines Gegners schien jedoch Rijnaards auf der Verliererstraße zu sein, doch ein zu passives Spiel erlaubte dem Turm-Spieler sogar noch den vollen Punktgewinn. 5:3 für die Turm-Zweitvertretung, die Freude war groß.
Noch druchaus Luft nach obenMit diesem gelungenem Start kann die 2. Mannschaft beruhigt und optimistisch den weiteren Spielen in der Oberliga entgegensehen, zumal bei einigen Spielern durchaus noch "Luft nach oben" besteht.









