2. Handball-Bundesliga: SC DHfK Leipzig - niemand ist erfolgreicher
EMSDETTEN. Acht Fans werden die Zweitliga-Handballer des TVE am Sonntag begleiten, wenn die Dettener um 17 Uhr beim erfolgreichsten Sportverein der Welt antreten werden.
Achim Cordes (hinten) und der TVE fahren Sonntag zum erfolgreichsten Sportverein der Welt. (Foto: Bernd Oberheim)
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Der Sportclub Deutsche Hochschule für Körperkultur errang bis 1989 93 olympische Medaillen und 136 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften. Die Handballer, 1965 und 1966 DDR-Meister, feierten ihren größten Erfolg 1966 mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister.
Die Deutsche Sporthochschule für Körperkultur entstand 1950 aus dem 1925 gegründeten Institut für Leibesübungen. Nach der Deutschen Einheit wurde sie trotz großer Proteste 1990 aufgelöst, und nur ein geringer Teil der 1050 Mitarbeiter wurde 1993 von der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig übernommen. Bei der Auflösung spielte die ungewollte Konkurrenz der International hochgeschätzten DHfK zur Sporthochschule Köln eine große Rolle.
Der Name DHfK lebt heute im Verein SC DHfK, der neben Handball 17 weitere Sportarten anbietet und in der HSG DHfK, die seit Beginn der 50er Jahre nicht auf Leistungs- sondern Breitensport setzt, weiter.
Die 1954 gegründete Handballabteilung der DHfK wurde 1975 aufgelöst und dem SC Leipzig angegliedert. Der SC löste sich 1994 auf und der SC DHfK übernahm wieder die Regie. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 1995 aber wurde der Verein erneut aufgelöst.
Seit 2007 wieder dabei
Auf der Landkarte des Handballs erschien der Club erst wieder 2007, als fast die komplette Handball-Abteilung der SG Motor Gohlis-Nord zur DHfK wechselte. Leipzig übernahm den Platz des Lokalrivalen in der Oberliga Sachsen.
Nachdem viele Spieler des insolventen 1. SV Concordia Delitzsch nach Leipzig gewechselt waren, gelang im vergangenen Sommer der Aufstieg in die 2. Liga.
Dort sind der SC DHfK (25:17 Punkte) als Fünfter und der TVE (24:18) als Sechster Tabellennachbarn - haben beide noch gute Chancen, in den Kampf um die drei Aufstiegsplätze einzugreifen. Der Sieger der Partie am Sonntag rückt ganz nah an die Spitzenplätze heran, der Verlierer muss sich erst einmal mit einer Mittelfeldplatzierung zufriedengeben.
Die Partie zwischen dem erfolgreichsten Sportverein der Welt und dem erfolgreichsten Handballteam des Münsterlands birgt also eine große Brisanz. Die acht mitreisenden Fans dürfen sich Sonntag auf einen Handball-Leckerbissen freuen, der für die weitere Saison richtungsweisend sein kann.









