EM-Halbfinale: 'Werden gemeinsam feiern'
GREVEN Vor dem Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und der Türkei hoffen in Greven alle Fans auf ein friedliches Fest.
Im Ballenlager geht´s heute wieder rund. (Foto: sto)
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Eine Einschätzung, die Rasin Topal, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde Greven, bestätigen kann - aber nur im Prinzip. "Ja, die meisten meiner Landsleute werden das Spiel mit ihren Cliquen und Gemeinschaften oder aber in den türkischen Cafés anschauen", meint er. "Aber die Jüngeren werden wohl auch zum Ballenlager gehen oder zur MZ-Hafenarena nach Münster fahren."
Nur Spaß
Bedenken wegen möglicher Auseinandersetzungen nach dem Match hat Topal nicht: "Nein, nein, wir werden alle viel Spaß haben und gemeinsam dafür sorgen, dass es sportlich fair bleibt. Deutsche und Türken sollten zusammen feiern." Er selbst überlegt übrigens, das Halbfinale im Ballenlager zu gucken, "weil da so viele junge Menschen sind."
Topals Gelassenheit freut Grevens Wachleiter Norbert Gedicke. "Wir betreuen sowohl das Ballenlager als auch die Innenstadt generell", sagt er - und verweist an Kreispolizei-Pressesprecher Udo Potthoff. Auch der versucht den Ball im Vorfeld der Begegnung flach zu halten. "Wir sehen der Sache gelassen entgegen, sind aber vorbereitet." In der Steinfurter Leitstelle laufen heute Abend alle Fäden zusammen.
Potthoff verweist auf ein abgestimmtes Konzept des Landes und bestätigt, dass die Polizei den Wach- und Wechseldienst am heutigen Abend aufgestockt hat. Potthoff: "Wir haben auch Diensthundeführer und Zivilkräfte im Einsatz." Eines will er aber auf gar keinen Fall: Öl ins Feuer gießen. Sollten etwa in Greven am Kreisel wieder Siegesfeiern stattfinden, werden wir das nicht unterbinden. Das ist doch ein spontaner Ausdruck der Freude - und wir freuen uns da gerne mit!" Nur bei konkreten Gefahren oder bei Straftaten müssen die Beamten tätig werden.
Kaum eine Chance?
Legt man übrigens die Einschätzung von Rasin Topal zu Grunde, dürfte es heute nur zufriedene Fußballfans geben: "Wir Türken wissen doch, dass wir gegen Deutschland kaum eine Chance haben. Wir freuen uns, so weit gekommen zu sein."











