Pläne fürs Heimatmuseum schreiten voran: Historischer Radweg in Reckenfeld eröffnet
RECKENFELD Radwege gibt es jede Menge, auch in Reckenfeld. Doch seit Sonntagmorgen gibt es einen ganz besonderen Radweg, denn der historische Radweg, eine Route mit vielen Stationen im gesamten Dorf, wurde jetzt feierlich eröffnet und abgefahren.
Rund 50 Reckenfelder kamen zur Eröffnung des Historischen Radweges. Bürgermeister Peter Vennemeyer gab die Strecke symbolisch frei. (Foto: Jens Keblat)
Fertigstellung soll früher sein
Während Ferdinand Mehl vom zuständigen Arbeitskreis noch vor wenigen Wochen von einem Kostenaufwand von rund 20 000 Euro sprach, lag diese Summe am Sonntagmorgen bereits bei 25 000 Euro – dafür seien die Pläne jetzt konkreter und auch die Fertigstellung soll eher sein. Dazu sagte Ferdinand Mehl: „Wir haben von der erforderlichen Summe bereits 7 000 Euro zusammen, davon wurden 5000 Euro von einem Privatmann gespendet. Auch die Zusage für eine Heizungsanlage haben wir schon. Einen Großteil des Geldes werden wir für die Dämmung, die Elektrik und die Sanitäranlagen benötigen.“ Aktuell seien große Sponsoren in der Warteschleife, darunter vor allem Banken wie die Sparkasse, denen erst noch ein detailierter Finanzplan vorgelegt werden müsste. Schon in einem Jahr soll im alten Munitionsschuppen das „Haus der Geschichte“ weitestgehend fertig gestellt sein.
Ferdinand Mehl hat dafür schon konkrete Vorstellungen: „Es wird einen großen Bilderbogen mit der Geschichte von 1960 bis heute geben.“ Den Bürgern soll gezeigt werden, wie sich Reckenfeld entwickelt hat. Hier soll es einen besonderen Erlebnischarakter geben, mit immer wieder neuen Ausstellungen. Und: „Es soll abwechselungsreich sein und wir möchten Schulen und Kindergärten zu uns einladen. Auch die Menschen mit Migrationshintergrund in Reckenfeld möchten wir langfristig für uns gewinnen, damit wir ihnen die Geschichte des Dorfes näher bringen können.“
"Der Klingelbeutel muss rascheln"
Doch bis dahin werden die Aktiven rund um Ferdinand Mehl noch viel Geld benötigen, denn „dann werden wir noch einmal mit dem Klingelbeutel herumgehen müssen und der muss dann nicht nur klimpern, sondern rascheln“, so Mehl weiter. Doch er sieht das Projekt zuversichtlich, seiner Einschätzung nach gäbe es großen Rückhalt aus der Bevölkerung, „die Alten merken, dass hier etwas passiert und interessieren sich dafür.“ Bis das Museum „von Bürgern für Bürger“ dann fertig ist, bleibt allen Interessierten genug Zeit, die neue Fahrradroute noch einige Male abzufahren. Bei der Premierenfahrt am Sonntag kam die Auswahl der Stationen gut an, auch Ferdinand Mehl zeigte sich von dem Interesse der rund 50 Teilnehmer angetan: „Das ist insgesamt eine wunderbare Sache.“
















