Grevener Verwaltung: Wer verdient wieviel im Rathaus
GREVEN Viel war zuletzt von "Verschlankung" und "Einsparpotenzialen" bei der Verwaltung die Rede. Kommunalpolitiker fordern das mitunter vehement, die Verwaltung selbst spart, wo sie es meint verantworten zu können. Um die Debatte zu versachlichen, lohnt womöglich ein Blick in den aktuellen Stellenplan 2013 des Rathauses.
Sollte der Rat noch vor der Sommerpause der Umstrukturierung in einem Grundsatzbeschluss zustimmen, könnte der neue Betrieb laut Verwaltung bereits 2014 beginnen. (Foto: Geschonke)
Direkt darunter folgt der Höhere Dienst. Ihm gehören in Grevens Verwaltung vier Personen an, die als Städtischer Rechtsdirektor, Städtische Oberverwaltungsräte (2) sowie als Städtischer Baurat tätig sind. Sie werden in den Besoldungsgruppen A 15, A 14 und A 13 geführt.
36 arbeiten im Gehobenen Dienst
Es folgt der Gehobene Dienst. Eingeteilt in die Besoldungsgruppen A 13 bis A 9 verrichten im Rathaus insgesamt 36 Personen in diesem Segment ihren Dienst. Es sind Stadtoberamtsräte, Stadtamtsräte und Stadtamtmänner sowie -frauen, weiterhin Stadtbauamtmänner und -frauen, Stadtoberinspektoren und ein Städtischer Brandoberinspektor. Darin enthalten sind drei Stellen im Bau- und Entsorgungsbetrieb der Stadt sowie 0,7 Stellen in der Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Wirtschaft (GfW).
Macht im weitesten Sinne 42 städtische Kräfte in sogenannten Führungspositionen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wert um eine Person erhöht. Für eine Stadt mit knapp 36 000 Einwohnern ist das allerdings immer noch eine eher geringe Zahl.
Stadtobersekretärinnen und Städtische Hauptbrandmeister
Im Mittleren Dienst arbeiten in Grevens Verwaltung insgesamt 68 Personen – diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Es sind Stadtamtsinspektoren, Stadthauptinspektoren, Stadtobersekretärinnen, Stadtsekretärinnen, Städtische Hauptbrandmeister, Städtische Oberbrandmeister und Städtische Brandmeister. Sie werden nach den Besoldungsgruppen A 9 bis A 7 bezahlt.
Tariflich Beschäftigte – sie sind nicht verbeamtet – gibt es in der Verwaltung 110. das ist einer mehr als im Vorjahr. Bekanntlich muss Greven den Brandschutz auch personell aufrüsten. Das erklärt die leichten Steigerungen in der Beschäftigtenzahl. Diese Tendenz wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen, da die Stadt in den nächsten Jahren insgesamt acht zusätzliche Feuerwehrkräfte einstellen muss.
Kommunalpolitik entscheidet über Stellen
„Der Stellenplan“, schreibt die Stadt, „ist der quantitative Rahmen für die Personalwirtschaft.“ Das bedeutet auch: Die Kommunalpolitik legt fest, ob und wie viele neue Stellen genehmigt werden und auch, ob bisherige Stellen wegfallen.
Es heißt, die Verwaltung sei schon jetzt auf Kante genäht. Ob sie noch strikter auf Kante genäht werden soll, das muss der Rat festlegen. Der hat bereits eine externe Gesellschaft beauftragt, die Verwaltung nach Einsparpotenzialen zu untersuchen.
Vom Ergebnis dieser Untersuchung wird abhängen, wie es personell im Rathaus weitergeht.













