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02.01.2013 15:40 Uhr
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Fußball: Falke: Zahlen sagen nicht alles

SAERBECK. Wer sich nur die nackten Zahlen anschaut, könnte zu dem Schluss kommen, dass der Bezirksliga-Aufsteiger SC Falke Saerbeck noch nicht so richtig in der neuen Liga angekommen ist.Von Nicholas Beermann

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Fabian Erber (l.) und die Saerbecker haben es in der neuen Liga nicht leicht.  (Foto: Heidrun Riese)

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Lediglich elf Punkte stehen auf der Habenseite der Falke-Fußballer, dazu nur zehn selbst erzielte Tore stellen den Negativwert der Liga dar. Demnach steht am Ende der Hinrunde Tabellenplatz 16 - gleichbedeutend mit einem Abstiegsplatz. Doch wer sich regelmäßig die Spiele der Falken angeschaut hat, kann zu dem Schluss kommen, dass die Zahlen nicht der Leistung auf dem Platz entsprechen.

Euphorie

Mit der Euphorie des Aufstiegs unter Meistertrainer Klaus Wiethölter betraten die Saerbecker ein ungewöhntes Terrain und hatten gleichzeitig einen enormen Umbruch zu vollziehen. Nicht nur Wiethölter brach seine Zelte in Saerbeck nach vier erfolgreichen Jahren ab. Mit ihm ging Co-Trainer Bernd Elsbroek, und erfahrene Spieler wie Kapitän Karsten Schlautmann oder Markus Kortmann beendeten mit dem Aufstieg ihre Fußball-Laufbahn. Die Falken konnten am Anfang nicht wissen, wo sie stehen. Zwar stießen einige vielversprechende Talente aus der A-Jugend hinzu, doch im Seniorenbereich weht ein anderer Wind. Neu-Trainer Michael Menke hatte alle Hände voll zu tun, seine neue Mannschaft auf den Saisonstart vorzubereiten. Das einzige Ziel der Blau-Weißen war der Platz über dem Strich am Saisonende.

In die Saison ging es jedoch erstmal sehr holprig. Gegen Mitaufsteiger 1. FC Mecklenbeck präsentierten sich die Falken schwach. In brütender Hitze verloren die Saerbecker mit 1:2.

Mindestens ebenbürtig

Doch danach ging es zur Sache: In den Spielen gegen Kinderhaus und Burgsteinfurt waren die Falken mindestens ebenbürtig, hatten teilweise sogar die besseren Tormöglichkeiten, doch beide Male mussten sie in der Nachspielzeit den Siegtreffer des Gegners hinnehmen. Die Abschlussschwäche der Saerbecker wurde damals noch als Pech abgestempelt. Am sechsten Spieltag war es dann soweit. Mit einem starken Auftritt holte das Menke-Team gegen Borussia Münster die ersten drei Punkte. Mit weiteren Siegen gegen Altenberge und Horstmar zeigte man der Konkurrenz, dass mit Falke Saerbeck doch in der Bezirksliga zu rechnen ist.

Abwehr

Aber zu häufig belohnte man sich für gute Leistungen nicht. Die Abwehr zeigte trotz oftmaliger personeller Umstellungen, dass sie sehr sattelfest ist. 24 Gegentore sind für eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft, ein annehmbarer Wert.

In den Spielen gegen Wacker Mecklenbeck, Vorwärts Wettringen und Amisia Rheine hatten die Falken die klareren Torchancen, doch beste Einschuss-Möglichkeiten wurden teilweise kläglich versiebt, so dass am Ende dieser Partien nicht die bessere Mannschaft die Punkte mitnahm, sondern die effizientere. Das Hauptproblem des SCF liegt daher bisher klar im Angriff. Menke hat dieses Problem nicht verkannt. "Es wollte einfach nicht so richtig funktionieren. Wir sind irgendwann in eine mentale Blockade vor dem Tor verfallen. Dennoch sage ich, dass wir die Qualität vor dem Tor haben. Das wollen wir in der Rückrunde zeigen."

An manchen Stellen fehlt den Falken ebenfalls die Erfahrung und die Breite des Kaders. Zu häufig stellte sich das Team nahezu von selbst auf, da viele erfahrene Spieler im Vergleich zur vergangenen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass sich mit Jan Berkemeier in der Vorbereitung ein weiterer wichtiger Baustein des Teams verletzte und danach die Schuhe an den Nagel hing. Ob die Falken in der Winterpause noch einmal personell zulegen, wollte Fußball-Obmann Bernhard Voskort nicht ausschließen. "Wir gucken, was machbar ist, aber das muss auch immer zu unserer Philosophie passen", gibt er nicht allzu viel über die Pläne preis.

Kampfgeist ist gefragt

Es kann für die Falken in der Rückrunde nur mit hundertprozentigem Kampfgeist in jedem Spiel eine Chance auf den Klassenerhalt geben. "Mit 95 Prozent gewinnt man in dieser Liga gar nichts", weiß Menke und ergänzt: "Am Ende der Saison wollen wir mindestens vier Mannschaften hinter uns lassen. Dafür werden wir bis zum Ende alles geben." Mit zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer sind die Saerbecker noch in Schlagdistanz. Es bleibt zu hoffen, dass die nackten Zahlen am Ende der Saison besser aussehen als jetzt, denn nur sie zählen im Fußball.

 

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