1200 Unterschriften: Bürgerinitiative kämpft weiter gegen Windkraftanlagen
HULLERN 1200 Unterschriften hat die Bürgerinitiative „Ein Herz für Hullern“, die gegen die Errichtung von Windkraftanlagen im westlichen Ortsteil kämpft, bisher gesammelt. Doch die Arbeit fange jetzt erst an, so der erste Vorsitzende Dr. Heinz-Werner Vissmann.
„Hullern lässt nicht locker“, bekräftigte der erste Vorsitzende Dr. Heinz-Werner Vissmann am Mittwochabend auf einer Versammlung in der Gaststätte Kuhlmann.
Sechs Windräder seien aktuell auf Hullerner Gebiet geplant, zwei von der GmbH Sebbel und vier von der WWU, einem Projektentwickler in Münster. „Die Arbeit fängt jetzt erst an“, betonte Vissmann, dass sich die Gegner der geplanten Anlagen auf eine langwierige Auseinandersetzung vorbereiten.
Ein Positionspapier der Initiative mit Vorschlägen, wie die Ausweisung der Vorrangzone in Hullern zu verhindern ist, ging unter anderem an alle Parteien im Rat der Stadt Haltern.
Kein Verständnis bei den Grünen
Von CDU, WGH und FDP fühlt sich „Ein Herz für Hullern“ mit seinem Anliegen unterstützt, bei der SPD habe man einen Prozess des Nachdenkens angeregt, beim Bündnis 90/Die Grünen sei man „auf Unverständnis gestoßen“, weil die Priorität bei der Windkraft liege.
Wie auch Vissmann erklärte der zweite Vorsitzende Hubertus Möller, dass der Verfahrensweg noch lang sei und „nichts entschieden ist“.
Zurzeit werden nach der ersten Offenlage 950 Anregungen im städtischen Bauamt bewertet und in die weitere Planung eingearbeitet. Möller erläuterte die Strategie der Initiative, die vor allem auf die übergeordnete Bedeutung des Hullerner Biotops und die Raumnutzung „Stille Erholung“ abzielt.
Frage der politischen Willensbildung
Diese trugen Vertreter der Initiative am vergangenen Montag auch Bürgermeister Bodo Klimpel vor. Es sei eine Frage der politischen Willensbildung, dieser Argumentation zu folgen, sagte Möller.
Die Stadt sei nicht verpflichtet, in einem Raum, der zum Beispiel als „Zweistromland“ (Stever und Lippe) bekannt ist, Windvorrangzonen zu ermöglichen. Das Abwägungsgebot werde bei einer solchen Entscheidung nicht verletzt.
„Es würde ausreichen, drei bis vier Zonen auszuweisen“, erklärte Möller. Es bestehe durchaus die Chance, die Vorrangzone 5 in Hullern zu verhindern.


















