Geschwindigkeit: Frust über Tempo 30 auf der Römerstraße
HALTERN Auf der Römerstraße gilt seit kurzem Tempo 30. Aber die Politik, zumindest die CDU, fühlt sich von dieser Entscheidung überrollt.
Auf der Römerstraße gilt jetzt Tempo 30, Piktogramme auf der Fahrbahn weisen die Autofahrer darauf hin. (Foto: Elisabeth Schrief)
„Das wurde Zeit“
Die Verkehrsunfallkommission - ein beratendes Gremium aus Vertretern von Politik und Verwaltung - hatte im Sommer eine Begrenzung der Geschwindigkeit empfohlen und folgte damit einem FDP-Antrag. Die Verwaltung reagierte nach Absprache mit dem Kreis darauf schneller als gedacht, eben ohne Beteiligung des zuständigen Ausschusses.
Sabrina Kehr, Anwohnerin der Markenkamp-Siedlung, kann sich mit der Geschwindigkeitsbegrenzung nicht anfreunden. „Ich finde es zunächst einmal schlecht, dass sie nicht angekündigt wurde.“ Viel Wirkung verspricht sie sich nicht, die Autofahrer seien ohnehin wegen der Rechts-vor-links-Regelung gezwungen, langsam zu fahren. Das sieht Ralf Hoffmeister ganz anders. Die Römerstraße sei bislang eine kleine Rennstrecke gewesen. „Die Umwidmung in eine Tempo-30-Zone hätte schon viel früher geschehen müssen“, sagt er, der seit 28 Jahren an der Römerstraße wohnt. Er hofft, dass die Polizei hier künftig verstärkt kontrolliert.
Unfallkommission: mehr Sicherheit
Die Römerstraße ist Teil der Stadtlinie 271 (Bahnhof-Völklingenstraße). Grundsätzlich, so Pressesprecher Norbert Konegen, tun sich die Vestischen Straßenbahnen schwer mit der Zustimmung zu Tempo-30-Zonen auf Linienwegen, weil diese den öffentlichen Nahverkehr ausbremsen und Fahrtzeiten verlängern.
„Manchmal ist die Ausweisung aber auch unerheblich wie auf der Römerstraße.“ Die Verkehrsunfallkommission bleibt bei ihren Argumenten. Sie habe nicht nur etwas für die Sicherheit bewirkt, sondern auch für die Optik. Eine Menge Verkehrsschilder, die rechts vor links regelten, konnten demontiert werden.













