Besondere Telefonanlage installiert: Eine Wohlfühlleitung für Preußen Münster
HORSTMAR/MÜNSTER "Ticketshop Preußen Münster. Guten Tag Herr Morche, was kann ich für sie tun?", Preußen Münster Fan Paul Morche staunt in diesem Moment seines Anrufes nicht schlecht, als ihn nach dem kurzen Einspiel der Vereinshymne eine freundliche Telefonstimme gleich mit seinem Namen anspricht.
Umut Topal (Vertrieb), Alexander Dreckmann (Technik) und Christian Gronde (Vertrieb/von links) im Fanshop von Preußen Münster. (Foto: prf)
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"Das gab es da noch nie, entweder haben die dort jetzt eine Dame sitzen, die Hellsehen kann oder aber ein fotographisches Gedächtnis hat", überlegt der gebürtig Horstmarer und Schiedsrichter vom TuS Germania, dem die persönliche Ansprache sehr gefiel, ihn aber doch interessierte, wie so etwas möglich ist.
Die eigentlich simple Antwort kann Georg Dreckmann geben. Der Horstmarer Unternehmer hat mit seinem Team die neue Telefonanlage von Preußen Münster installiert und entsprechend aufgebaut. "Heute ist im so genannten IT-Bereich vieles möglich, wie zum Beispiel, dass sich ein Preußenfan bei der Kontaktaufnahme mit seinem Verein gleich zu Hause fühlt", berichtet der Kommunikationsfachwirt.
Macht Spaß
Die Installation von Telekommunikationsanlagen ist sein tägliches Brot. Doch "ein Auftrag wie der von Preußen Münster ist eine Sache, die einfach Spaß macht" und bei der es viele verschiedene Arbeitsfelder zu verbinden gilt. Eigentlich ging es am Anfang darum, dass die alte Telefonanlage den in Intervallen auftretenden Ticketbestellungen nicht mehr Herr werden konnte.
"Es gab zu wenig Leitungen. Die Fans hingen stundenlang in einer Warteschleife und die Damen im Ticketshop stießen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit", schildert Dreckmann den Zustand den es zu ändern galt. "Bei vielen Fußballfans ist der Verein die zweite Heimat und zuhause spricht man sich mit Namen an", meint der Junior Alexander Dreckmann.
Kombination
Und das ist aufgrund eines entsprechend aufgebauten Netzes, das Telefonieren und Datenverarbeitung kombiniert, möglich. Wenn nun ein Telefonanruf eingeht und der Gesprächspartner bereits als Fan seine Daten registrieren ließ, dann weiß die "nette Dame" im Ticketshop gleich seinen Namen oder auch seinen bevorzugten Platz. Mit ein paar schnellen Mausklicks auf der PC-Maske können freie Kapazitäten abgerufen und Platzbestellungen ausgeführt und bis zum Ticketausdruck weiterverarbeitet werden.
Zettelwirtschaft ist vorbei
Damit hat die alte Zettelwirtschaft ein Ende. Sind bei einem Bestellansturm alle 16 Telefonplätze belegt, hören die Fans in der Warteschleife die neu aufgenommene und eingespielte Vereinshymne.
"Früher war in solch einem Fall ständig besetzt oder es gab keine Verbindung. Heute gibt es nicht nur die Warteschleife. Die Bestellungen können auch auf Band oder per Mail ausgesprochen werden", ergänzt Georg Dreckmann. Und damit sich die Preußen Münster Familie richtig zu Hause fühlen kann, soll es in nächster Zukunft auch eine Datenverbindung zwischen dem Shop, den Kabinen, den VIP Räumen, den Platzanweisern bis hin in die Katakomben geben.
Und wenn dann noch ein WLAN-Netz aufgebaut wird, dann können die Fans auf den Tribünen im Stadion auf das Internet zugreifen und sich noch während des Spiels über andere Begegnungen informieren. Ganz wie zuhause...













