Kunstrasen braucht mehr Pflege: Reinigungsgerät kostet rund 17 000 Euro
LAER Soll der neue Kunstrasen des TuS Laer auf Dauer bespielbar bleiben, müssen Gemeinde oder Verein in ein rund 17 000 Euro teures Reinigungsgerät investieren.
Im letzten Jahr wurde in Laer der Kunstrasen verlegt. (Foto: Sundermeier)
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Ausgegangen sei man davon, dass das Laub der angrenzenden Gehölze mit einem Gebläse problemlos vom Platz entfernt werden könne. Zudem gehört die wöchentliche Pflege mit einer Besenegge zur Unterhaltungspflege. "Eigentlich sahen wir zunächst kein Problem. Das kristallisierte sich erst bei der Beseitigung der Ahornblüten heraus. Diese setzen sich fest und sind nicht in Gänze aus dem Kunstrasen zu entfernen", begründet Stöckmann die Problematik, mit der sich der Verein auseinander setzt.
Verein drängt auf Reinigungsgerät
"Genau das ist der Grund, warum wir an die Gemeinde herantreten mussten und um die Anschaffung eines entsprechenden Reinigungsgerätes gebeten haben", stellt Geschäftsführer Georg Wolff den derzeitigen Sachstand vor. Natürlich sei man sich der finanziellen Lage der Gemeinde bewusst, sehe aber hier erst einmal keine andere Möglichkeit, der Problematik Herr zu werden.
"Sicherlich ist es bei der Lage des Kunstrasenplatzes sinnvoll, über die Anschaffung eines solchen Gerätes nachzudenken", meint Frank Schmidt, Geschäftsführer der Firma, die den Kunstrasen verlegt hat.
Und: das Zurückschneiden der Gehölze alleine könne das Problem nicht ganzheitlich beseitigen. Laub muss zeitnah durch ein Gebläse vom Rasen entfernt werden. Es trockne und breche sonst.
Rasen wird rutschig
Teile würden dann im Sand-Gummi-Granulatgemisch verbleiben. Der durch die Verrottung der Teilchen entstehende Humus mache sich kurz oder lang beim Spielbetrieb bemerkbar. Schmidt: "Der Platz wird glitschig und rutschig, die Spieleigenschaften verschlechtern sich." Unter normalen Bedingungen könne man mit einer jährlichen Grundreinigung sämtliche Verunreinigungen wie Blattreste, Abriebe oder Pollen aus dem Bodenbelag extrahieren. "Das kostet bei einem Dienstleister rund 35 Cent pro Quadratmeter", schätzt Schmidt. In Laer sei aber eine überdurchschnittliche Keimgefahr durch den Ahornabwurf gegeben.
"Davon geht die Faser nicht kaputt, aber die Bespielbarkeit wird merklich schlechter und es muss jährlich öfter eine Grundreinigung erfolgen." Im Fall Laer sei ein rund 17 000 Euro teures Reinigungsgerät mit rotierenden Bürstenwalzen die richtige Wahl, meint der Fachmann.













