Autoren-Lesung: Peuckmann und die Schattenboxer
KIRCHHELLEN Früher stand er selbst im Ring, heute schreibt Heinrich Peuckmann lieber übers Boxen. Im Hof Jünger las der 62-jährige Autor aus seinem Roman "Die Schattenboxer".
Heinrich Peuckmann hat im Hof Jünger aus seinem Roman "Die Schattenboxer" vorgelesen. (Foto: Deveise)
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Leidenschaft für den Boxsport
Und so war das Publikum gespannt, weil Heinrich Peuckmann aus seinem Buch „Die Schattenboxer“ lesen wollte und nicht aus einem seiner vielen Kriminalromane.
Der Bergmannssohn Peuckmann hat früher selber im Ring gestanden, seine Leidenschaft für den Boxsport ist ihm auch heute noch anzumerken. Trotzdem ist „Die Schattenboxer“ kein Sportroman. Dass aus der geplanten Reportage über Deckung und Beinarbeit ein spannender Familienroman wurde, liegt an der Begegnung mit einem Mitglied der Johannpeter-Sippe, dem Grundschullehrer eines seiner drei Söhne.
Von 14 Kindern sind elf Boxer
Die Johannpeter-Familie hatte 14 Kinder, darunter elf Söhne, von denen zehn im Boxring standen. Weil sich sechs davon bis in die deutsche Nationalmannschaft durchgeschlagen haben, ist die Familie Johannpeter wohl die berühmteste der Boxgeschichte.
Einer der Brüder ging sehr früh in die DDR. Bei einer Meisterschaft trifft er auf einen seiner in Westdeutschland lebenden Brüder. Kein Problem unter Sportlern, sollte man meinen. Doch in der Familie Johannpeter gibt es den Ehrenkodex, niemals gegeneinander anzutreten. Das hatten sie der Mutter versprechen müssen.
Profiboxer zu Gast
Als Heinrich Peuckmann las, fühlten sich viele Zuhörer in die Zeit ihrer Jugend zurück versetzt. Eine Zeit, in der jede Stadt im Ruhrgebiet ihren Boxverein hatte. Einer dieser Kämpfer aus jener Zeit war als Gast geladen. Clemens Schick, der heute 70-jährige Ex-Profiboxer, erzählte spannend und wortreich, wie er zum Boxsport kam und was dieser Sport ihm damals bedeutete – eine tolle Idee der Veranstalter, die Gefühlswelt dieser Sportler den Zuhörern näher zu bringen.











