Aktion gegen Raser: Geschwindigkeitskontrollen am Freitag im Kreis
KREIS STEINFURT Die Steinfurter Polizei beteiligt sich an den landesweiten Geschwindigkeitskontrollen. Der 24-Stunden-Blitz-Marathon gegen Temposünder beginnt am Freitagmorgen um 6 Uhr.
Die Polizei im Kreis Steinfurt beteiligt sich an der landeweiten Aktion gegen Temposünder. (Foto: dpa)
Die Polizei wechselt die Kontroll-Orte und misst die Geschwindigkeit in den 24 Stunden insbesondere auf folgenden Straßen:
- B 54 bei Altenberge,
- B 70 bei Rheine,
- B 481 bei Emsdetten,
- B 219 bei Greven,
- L 510 bei Steinfurt,
- L 597 bei Ladbergen,
- B 219 bei Ibbenbüren,
- L 583 bei Neuenkirchen/St. Arnold,
- L 582 bei Ochtrup,
- B475 bei Saerbeck,
- L 555 bei Lengerich
- L 599 bei Mettingen.
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Diese Aufzählung ist nicht abschließend, die Polizei misst auch auf anderen Strecken. Die Kontroll-Orte ist mit der Verkehrsüberwachung des Kreises Steinfurt abgestimmt.
Geschwindigkeit verringern
Polizeioberrat Klaus Stockel, Leiter der Direktion Verkehr, erläutert: "Ziel unserer Kontrollen ist es, den entscheidenden Einfluss, den die Fahrgeschwindigkeit auf die Folgen eines Verkehrsunfalles hat, ins Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu bekommen." Man wolle die Geschwindigkeit dort verringern, wo unangemessen schnell gefahren werde und wo Fußgänger und Radfahrer besonders gefährdet seien. "Wir wollen durch eine hohe Kontrolldichte Menschen vor schweren Unfallfolgen durch zu hohe Geschwindigkeit schützen."
Obwohl sich die Zahl der Unfalltoten landesweit in den vergangenen zehn Jahren halbiert hat, sterben laut Polizei jährlich immer noch so viele Menschen, wie in drei große Passagierflugzeuge passen. 95 Prozent aller Unfälle gehen demnach auf zum Teil bewusstes menschliches Fehlverhalten zurück. Die gefahrene Geschwindigkeit entscheide über Leben und Tod.
Weniger Opfer statt mehr Knöllchen
Gerade Fußgänger und Radfahrer tragen bei einem Zusammenstoß mit einem Auto auch bei geringeren Geschwindigkeiten gravierende Verletzungen davon: Bei einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern sterben acht von zehn Fußgängern. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern überleben acht von zehn Fußgängern.
Die Polizei kündigt an, auch nach dem 10. Februar die flächendeckenden Kontrollen fortsetzen: "Wir wollen die notorischen Raser aus dem Verkehr ziehen, kurzfristig mit Fahrverboten, gegebenenfalls auch längerfristig." Bei hartnäckigen Verkehrssündern könne die Fahrerlaubnis entzogen werden, weil sie zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht geeignet seien.










