Beschluss im Ausschuss: Stadt gibt Aurubis Grünes Licht für neues Schmelzofen-System
LÜNEN Aus Sicht der Stadt kann Aurubis sein Werk erweitern und ein neues Schmelzofen-System bauen. Das entschied am Dienstagabend der Ausschuss für Stadtentwicklung. Der Kupfer-Recycler Aurubis will 62, Millionen Euro investieren und 40 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Grünen würden allerdings das Genehmigungsverfahren für das "KSR-Plus-Projekt" vom Amts wegen einstellen lassen.
Aurubis will mit dem KSR-Plus-Projekt den Standort an der Kupferstraße optimieren und neue Arbeitsplätze schaffen. (Foto: Goldstein )
Der sollte über die Stellungnahme der Stadt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens entscheiden. Die Grünen konnten sich mit ihrer Sicht der Dinge nicht durchsetzen, und der Ausschuss stimmte für die Verwaltungsvorlage.
Im Kern, so die Stadt, ließen sich aus den umfangreichen Untersuchungen und Prognosen zum KSR-Plus-Projekt keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt erkennen. Wie berichtet, will Aurubis den Produktionsprozess zum Kupferrecycling durch neue Technologie optimieren, den Standort Lünen damit sichern und rund 40 neue Arbeitsplätze schaffen.
Knackpunkt sind die Schadstoffvorbelastungen
Knackpunkt in der Diskussion: Es gibt eine Reihe von Schadstoff-Vorbelastungen im Umfeld des Werkes, vor allem Schwermetallgehalte im Staubniederschlag. Diese sollen bis 2011 durch das bereits angelaufene Emissionsminderungsprogramm reduziert werden. Laut Aurubis-Prognose werden dadurch – bis auf den Nickelgehalt – die Grenzwerte eingehalten.
Warum, so fragen Grüne und GFL wird die Genehmigung für das Projekt nicht so lange zurückgestellt, bis diese Prognosen nachweisbar eingetreten sind? „Weil die schnelle Realisierung des Projektes wichtig für die Stabilisierung und Sicherung des Standortes ist. Wir müssen auf die Prognosen verlassen können.“
Stadt fordert Prüfverfahren
Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Deshalb fordert die Stadt ein mehrjähriges Prüfverfahren, um die Prognosen an der Realität messen zu können. Beim Thema Nickel soll es eine Sonderfallprüfung geben. Außerdem soll Aurubis ein Lärmminderungsprogramm auflegen.
Die Anregung der Grünen, die wasserrechtliche Seite auf dem Aurubis-Gelände unter die Lupe zu nehmen, wurde für dieses Verfahren zwar abgelehnt, soll aber grundsätzlich auf die Tagesordnung des Ausschusses kommen.



























