Wagenfeld und Miegel: Vor Umbenennung sollen Bürger befragt werden
LÜNEN Sollen die Karl-Wagenfeld- und die Agnes-Miegel-Straße umbenannt werden? Vor einer Entscheidung darüber will die Stadt Lünen die Bürger fragen.
Hintergrund der Diskussion ist die Kritik an der Nähe der beiden Dichter zum Nazi-Regime. In Münster hatte eine Experten-Kommission die Umbenennung der dortigen Karl-Wagenfeld- und Agnes-Miegel-Straße empfohlen, weil nach ihrer Ansicht sowohl Wagenfeld wie Miegel „in eigener Initiative für das NS-Regime eingetreten sind und ihre Fähigkeiten dem NS-Regime aktiv zur Verfügung gestellt haben.“
Rat muss entscheiden
Die Münsteraner Initiative löste eine Debatte um umstrittene Straßennamen in mehreren anderen Städten aus. So auch in Lünen. Ob die beiden Straßen tatsächlich neue Namen erhalten, muss am Ende der Rat der Stadt entscheiden.
Bewohner der Agnes-Miegel- und der Karl-Wagenfeld-Straße haben sich bereits dagegen ausgesprochen.
Bei einer RN-Umfrage hatten sich im Internet 50,68 Prozent der Teilnehmer gegen eine Umbenennung ausgesprochen, 42,27 Prozent plädierten dafür. An der Abstimmung Ende Juni hatten sich 511 User beteiligt.



























