"Ochtrup räumt auf": Saubere Windeln und eine Gummipuppe bei großer Aufräumaktion gefunden
OCHTRUP 960 Teilnehmer, unzählige blaue Säcke und unglaublich viel Müll – das war am Wochenende die Ausgangssituation für „Ochtrup räumt auf“.
Aktion "Ochtrup räumt auf". (Foto: Christian Bode)
Insgesamt 36 Gruppen verteilten sich in den verschiedenen Ortsteilen und Bauerschaften. In der Innenstadt waren die Jugendlichen des Malteser Hilfsdienstes damit beschäftigt, zahllose Zigarettenstummel von den Bordsteinen aufzusammeln. „Auch ganze Pakete mit ungebrauchten Windeln haben wir gefunden“, sagte Malteser-Mitglied Jana.
Verwunderung über Verschwendungssucht
Sie wunderte sich zusammen mit Alina, Lisa und Louisa über „so eine Verschwendungssucht“. Für sie war es selbstverständlich, bei der Aktion mitzumachen: „Schließlich freuen wir uns, wenn wir durch die Straßen unserer Stadt fahren und nicht mehr so viel Müll sehen.“
Auf dem Berg kämpfte derweil der Förderverein Bergwindmühle gegen die Massen an Müll, die bevorzugt rund um das Ochtruper Wahrzeichen und das Bergfreibad hinterlassen wurden. Auch Achim Koch, Umweltbeauftragter der Stadt, sieht dort ein besonderes Problem. „Die Leute fahren dorthin, weil sie den Blick über die Stadt genießen wollen. Aber sie nehmen ihren Müll leider nicht wieder mit.“
Harmonie bei Ochtrups Politikern
Wenn es um die Sauberkeit der Stadt geht, herrscht bei Ochtrups Politikern Harmonie: Der SPD-Ortsverein startete gemeinsam mit Landtagskandidat Friedrich Paulsen an der Bergwindmühle und zog kistenweise Flaschen aus dem Graben, während sich die CDU in der Müll-Problemzone rund um den Pröpstinghoff nützlich machte.
„Es ist unvorstellbar, was wir dort alles gefunden haben. Das ging von Kinderwagen über ganze Säcke voller Zeitungen, die jemand offensichtlich nicht austeilen wollte“, sagte Christa Lenderich (CDU). Hätte es am Samstag einen Preis für den skurrilsten Fund gegeben, die Gewinner wären der Stadtpark- und der Imkerverein: Sie fanden eine aufblasbare Ersatzfrau, für die ihr Besitzer offensichtlich keine Gefühle mehr übrig hatte.
Stärken mit Erbsensuppe
Auf der Abschlussveranstaltung auf dem Gelände der Firma Kockmann konnten sich die Teilnehmer mit Erbsensuppe stärken – und von ihren „Fundstücken“ berichten. Der gesammelte Schrott und Müll wird Martin Brinkschmidt und seine Mitarbeiter bei der Firma Kockmann in den nächsten Tagen noch auf Trab halten. Am Dienstag wird dann das offizielle Ergebnis bekannt gegeben.








