Abstimmung: Aufsichtsrat ist klar gegen Provinzial-Verkauf
MÜNSTER Die nächste Abfuhr für Gerlach: Der Aufsichtsrat der Provinzial Nordwest hat mehrheitlich die Haltung des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe und seines Präsidenten zu einem möglichen Verkauf des Unternehmens an einen Privat-Investor verurteilt. Auch die Personalie Rüther wurde diskutiert.
Die Meinung der Angestellten - hier bei der Großdemonstration der Provinzial-Mitarbeiter am 14. Dezember - ist klar. Ihnen hat sich jetzt auch der Aufsichtsrat angeschlossen. (Foto: MünsterView)
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Sparkassenverbandschef Rolf Gerlach hat nach Informationen unserer Redaktion gegen diesen Beschluss gestimmt, die Arbeitnehmervertreter stimmten dafür.
Die Gewerkschaft Verdi hatte die Sondersitzung beantragt, um ein klares Votum gegen einen Verkauf zu erhalten. Sie plädiert für einen Verbleib der Provinzial in der Familie der öffentlich-rechtlichen Versicherer. Der Provinzial-Vorstand bekam den Auftrag, „sich im Sinne dieses Beschlusses einzusetzen“, also eine mögliche Fusion mit der Provinzial Rheinland zu prüfen.
"Keine Fusion mit der Brechstange"
Noch vor der Sitzung hatte allerdings der Betriebsratsvorsitzende Albert Roer gewarnt, dass dies „keine Fusion mit der Brechstange sein darf“. Letztlich bedeutet auch eine Fusion mit der Provinzial Rheinland einen Arbeitsplatzverlust in beiden Unternehmen.
Kein Beschluss zu Rüther
Die Zukunft des Vorstandsvorsitzenden Ulrich Rüther in der Provinzial wurde nach Aussage von Sitzungsteilnehmern nur allgemein erörtert. Rüther hatte zugegeben, einen Angriff auf sich nur vorgetäuscht zu haben. Seitdem ist er krankgeschrieben.
Im Aufsichtsrat hätten die Eigentümer – Rolf Gerlach und Landesdirektor Wolfgang Kirsch – den Eindruck erweckt, dass sie Rüther nach seiner Genesung weiter als Vorstandsvorsitzenden im Amt behalten wollen. Doch hinter vorgehaltener Hand heißt es aus Sparkassenkreisen, dass diese Haltung nur vorgeschoben sein soll. Einen Beschluss über Rüthers Zukunft habe es nicht gegeben, heißt es.






















