Münsterstraße: Endgültiger Fahrplan für Bau der Ortsumgehung Wolbeck steht
MÜNSTER Für viele Fußgänger und Radler, die sich seit Jahrzehnten gefährlich nah am vorbeirauschenden Autoverkehr über holprige Mini-Gehwege durch den Dorfkern zwängen, ist es ein Meilenstein: Am Montag um kurz nach 10 Uhr rückte auf der Münsterstraße der erste Bagger an, die von vielen sehnsüchtig erwartete Ortsumgehung wird nun endlich Realität.
Fast wie ein senkrechter Strich von Nord nach Süd wird künftig der Durchgangsverkehr westlich am Dorfkern Wolbeck vorbeigeführt und soll für eine spürbare Entlastung in der Ortsmitte sorgen. Peter Holz vom Landesbetrieb Straßenbau will das 23-Millionen-Projekt bis Ende 2013 realisieren. (Foto: Etzkorn)
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Und der Landesbetrieb Straßen-NRW ist optimistisch, spätestens Ende 2013 zur Einweihung laden zu können. Projektmanager Peter Holz: „Wir haben dieses Datum als Zielvorgabe fest vor Augen, die Ausschreibungen der Aufträge für den Weiterbau sind raus.“
Straßenbau beginnt 2012
Wahrscheinlich im Sommer 2012 beginnt dann der eigentliche Straßenbau auf der neuen Trasse. Trotzdem könnte es natürlich zu Verzögerungen kommen, falls die im Grundsatz bewilligten Gelder nicht so flüssig fließen sollten, wie erhofft.
Die Autofahrer auf der Münsterstraße werden von den gestern begonnenen Arbeiten im ersten Bauabschnitt nicht sonderlich gestört. Die neue Straße entsteht neben der vorhandenen Fahrbahn, auch der Kreisverkehr wird zunächst in „freier Natur“ gebaut und dann mit der Münsterstraße und dem Alten Postweg verknüpft.
Schweres Gerät kommt Mittwoch
Die Anbindung der einmündenden Kreisstraßen und der Anschluss an die L 793 soll im Frühjahr 2012 fertig sein, insgesamt wird der erste Bauabschnitt rund 2,3 Millionen Euro kosten. Am Montag begann die Firma Köster damit, die Büro- und Werkzeugcontainer aufzustellen, ab Mittwoch soll dann mit schwerem Gerät auf den benachbarten Ackerflächen kräftig gebuddelt werden.
Kösters-Bauleiter Heinz-Dieter Majewski: „Wir schieben jetzt den Mutterboden ab, dann beginnen die Ausschachtungen.“ Rund 11.000 Fahrzeuge rollen pro Tag durch den Ortskern. Besonders Lastwagen kommen gefährlich nah an Häuserfronten und Passanten ran.
Planungen begannen 1964
Deshalb wird seit Jahrzehnten eine Entlastung gefordert. Die Planungen für die Umgehung begannen 1964, 2003 gab es das Planfeststellungsverfahren, 2009 erfolgte der erste Spatenstich für die inzwischen etwas veränderte Trassenführung der L 585n.
Das 5,8 Kilometer lange Straßenstück beginnt im Norden Wolbecks an der Freckenhorster Straße / Münsterstraße, verläuft dann westlich von Wolbeck und schließt im Süden des Stadtteils wieder an die Straße Steintor an.
Neue Brücke entsteht
Parallel zum ersten Bauabschnitt Kreisverkehr wird mit der fehlenden Brücke Am Angelkamp / WLE gestartet. In rund zwei Wochen sollen die Arbeiten starten, so Holz. Die letzte größere Brücke in Höhe „Am Steintor“ soll dann 2012 realisiert werden.

































