Stellproblem: Fahrradwall schadet Geschäft der Windhorststraßen-Händler
MÜNSTER Ein Fahrradwall macht den Geschäftsleuten an der Windhorststraße das Leben schwer. Ihre Geschäfte werden regelmäßig praktisch vollständig zugeparkt. Werbetafeln vor der Tür verschwinden im Fahrrad-Dschungel. Was die Händler ärgert: Auf der anderen Straßenseite wird das Problem von der Stadt angegangen - bei ihnen nicht.
Die Händler an der Windthorststraße ärgern sich, weil die Räder fast keinen Platz für ihre Werbung lassen. (Foto: Ralf Heimann)
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„Das ist hier der Normalzustand“, sagt Henry Köster vom gleichnamigen Fotogeschäft am Anfang der Straße. Stellt Köster seine Werbetafel vor die Tür, dauert es keine Stunde, bis sie zugeparkt ist. Köster zahlt Geld dafür, dass er die Tafel aufstellen darf, aber er weiß nicht mehr, wohin er sie noch stellen soll.
Das Fahrradproblem rund um den Bahnhof ist alt, aber was Köster und andere Händler an der Windthorststraße stört, ist, dass die Stadt das Problem an anderen Stellen löst, hier aber nicht. Auf der anderen Straßenseite, direkt vor dem Bahnhof, grenzen gelbe Linien die Parkfläche ein. Der CDU-Politiker Richard Halberstadt fragt, warum das nicht auch auf der Windthorststraße geht.
Mehr Personal
Gehen würde es, sagt Norbert Vechtel vom Ordnungsamt, aber dann bräuchte man auch Personal, das darauf achtet, dass die Räder innerhalb der gelben Linien stehen. Und das Personal habe man nicht.
Platter Reifen
Das Ordnungsamt darf die Räder nur dann abtransportieren, wenn sie ganz offensichtlich nicht mehr benutzt werden – etwa, weil beide Reifen platt sind. Das macht die Stadt, allerdings nur im Abstand von einigen Monaten. In ein paar Monaten hat sich das Problem an der Windthorststraße ohnehin wieder erledigt. Vorübergehend. Der Fahrradwall wuchert nur im Frühling und Sommer.
Ein Bäcker an der Windthorststraße hat das Problem gelöst, indem er die Fläche vor seinem Geschäft gemietet hat. Henry Köster überlegt, ob das auch für ihn in Frage käme. Ob die Stadt das überhaupt genehmigen würde, ist nicht sicher. Eine Kommission müsste sich mit der Frage beschäftigen. Es würde sicher dauern. Eine andere Lösung sieht Norbert Vechtel aber auch nicht.

































