Kracher im Naturkundemuseum: Gestrandeter Pottwal kommt nach Münster
MÜNSTER Der am Montag vor der Nordseeinsel Pellworm gestrandete Pottwal kommt ins Naturkundemuseum nach Münster. Acht Experten des Naturkundemuseums sind bereits vor Ort auf Pellworm. Der Wal dürfte zu einer riesigen Attraktion des Museums werden - denn er passt punktgenau zu einer Ausstellung, die gerade geplant wird.
Der Pottwal war am Montag in der Nähe des schleswig-holsteinischen Ortes Meldorf gestrandet. Der Kadaver des rund 15 Meter langen und 30 Tonnen schweren Tieres kommt nun nach Münster (Foto: dpa)
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„Das Naturkundemuseum Münster hat sich bei uns als erstes gemeldet und um das Skelett des Wals gebeten“, sagte am Mittwoch Sabine Müller vom Institut für Terrestrische und Aquaristische Wildtierforschung auf Büsum, das zur Tierärztlichen Hochschule Hannover gehört.
Das 14,85 Meter lange Tier werde jetzt entfleischt und dann nach Münster gebracht, wo es endgültig präpariert werde.
Wal-Ausstellung ab September 2012
Das bestätigte auch Frank Tafertshofer, Sprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, in dessen Trägerschaft sich das Museum befindet. Man habe ein achtköpfiges Expertenteam auf den Weg nach Pellworm geschickt. „Wir bereiten gerade unsere nächste große Ausstellung vor, die ab September 2012 auf 2000 Quadratmeter zu sehen sein wird und rund eine Million Euro kostet. Ihr Thema: ,Wale – die Riesen der Meere`“, berichtete Tafertshofer.
Passender hätte da der Pottwal vor Pellworm nicht stranden können. „Eine solche Chance können wir uns nicht entgehen lassen“, sagte Tafertshofer. Vor Ort sondierten jetzt die Experten - Ausstellungsmacher ebenso wie Präparatoren - die Lage.
Transport in den nächsten Tagen
„Wir hoffen, dass wir den Wal schon zur Ausstellungseröffnung im September 2012 zeigen können. Wenn nicht, wird er aber auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt in die Ausstellung integriert“, sagte Tafertshofer.
Zu den Kosten der Bergung, der Präparation und des Transports des Wals von Pellworm nach Münster könne er noch nichts sagen: „Dazu müssen wir erst Genaueres wissen“, so Tafertshofer. Gleiches gelte für den Zeitplan. Fest stehe nur, dass das Tier innerhalb der nächsten Tage nach Münster transportiert werden müsse.
























