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Medienhaus Lensing
15.05.2010 16:37 Uhr
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Eurocityfest: Heimspiel für Digger von den Baseballs

MÜNSTER Ein grandioses Feuerwerk hat die Band The Baseballs am Freitag Abend als Headliner auf dem Eurocityfest in Münster abgebrannt – im wahrsten Sinne des Wortes: Bei einem der exzellent auf Rockabilly getrimmten Coverversionen ging das Klavier plötzlich in Flammen auf. Vor dem furiosen Auftritt sprachen wir mit dem Rheinenser Digger (27) über sein Heimspiel im Münsterland. Von Miriam Daschty

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"The Baseballs", das sind (v.l.) "Digger", mit echtem Namen Rüdiger Brans aus Rheine, Basti und Sam. (Foto: dpa)

Was ist  das für ein Gefühl, zuhause zu spielen?

Digger: Klar, das ist schon ein Heimspiel. Ich habe ja früher in Münster studiert, das ist ein Grund gewesen, hier aufzutreten. Ich bin vor Auftritten eigentlich gelassen, aber hier gebe ich mehr als die üblichen 120 Prozent. Meine Eltern stehen vorne im Publikum und es sind natürlich unheimlich viele Leute aus Rheine und Münster da, die ich kenne. Da will man noch ´ne Spur mehr überzeugen.

Haben Deine Eltern Dich denn schon oft bei Auftritten gesehen?

Digger: Das ist, glaube ich, das dritte Mal live. Aber das erste Mal in so einer Festival-Atmosphäre. Deswegen wollten sie auch nicht von backstage zugucken, sondern die ganze Atmosphäre auf dem Domplatz miterleben.

Warst Du denn früher selbst als Besucher beim Eurocityfest?

Digger: Ja, relativ oft. Beim ersten Mal habe ich Silbermond gesehen und dann natürlich Dick Brave! Letztes Jahr war für so was auch noch mehr Zeit – ich bin dann extra aus Berlin zurück nach Münster gekommen.

Wollt ihr denn im Sommer auch auf Festivals spielen oder ist eure Musik dafür zu speziell?

Digger: Das ist sie erstaunlicherweise gar nicht. Wir haben sogar mal auf einem Heavy-Metal-Festival gespielt und waren vor dem Auftritt relativ aufgeregt. Aber dann war es unglaublich, als plötzlich 5000 Hells Angels „Angel“ (von Robbie Williams, Anm.) mitgrölten. Das ist für uns auch wichtig: Wir nehmen uns selbst nicht so ernst. Man soll ruhig alles mit einem Augenzwinkern sehen.

Ihr gehr bald wieder auf Tour: Habt ihr schon Probleme mit Groupies?

Digger: Probleme?! (lacht) Unsere Fans sind alle sehr, sehr nett. Aber es gibt auch Extremfälle, letztes Jahr waren zum Beispiel zwei Mädchen auf ungefähr 25 von 30 Gigs. Keine Ahnung, wo die das Geld hernehmen. In Skandinavien sind das auch richtige Distanzen, da reisen die Mädels von Finnland nach Schweden. Aber das ist alles überhaupt nicht penetrant, eher schmeichelhaft (grinst).

Hast Du denn noch Kontakte nach Rheine und Münster, außer zu Deiner Familie?

Digger: In Münster habe ich früher in verschiedenen Bands gespielt, da habe ich noch E-Mail-Kontakt zu einzelnen Personen. Das wirkt immer so arrogant, aber man muss wegen der knappen Zeit schon Prioritäten setzten, welche Mail man schnell beantwortet und bei welcher man zwei Wochen warten kann.

Weißt Du denn überhaupt, wann Du das nächste Mal in Rheine bist?

Digger: Da muss ich jetzt echt überlegen. Irgendwann Ende Mai, da haben wir ein paar Off-Days bevor die Tour startet. Ich muss echt unbedingt mal wieder zuhause vorbeigucken. Eigentlich liege ich im Frühjahr nämlich immer mindestens ein Mal bei meinen Eltern im Garten in der Hängematte!


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