Tausende Reisende betroffen: Kabeldiebe legten für halben Tag drei Bahnstrecken lahm
MÜNSTER Nichts ging mehr am Freitag auf vielen Bahnstrecken in Münster und dem Münsterland. Nach einem Kabelklau gegen 5 Uhr war ein Stellwerk in Coesfeld defekt. Den halben Tag fielen deshalb die Regionalbahnen 64 und 51 und "Der Warendorfer" (RB 67) der Nordwestbahn teilweise die komplett aus. Erst gegen 17 Uhr normalisierte sich der Verkehr wieder.
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Erst gegen 15.40 Uhr konnte der Defekt am elektronischen Stellwerk, ohne das die Weichen auf den Bahnstrecken nicht bedient werden können, behoben werden. Die Deutsche Bahn bestätigte über Twitter eine entsprechende Meldung der Nordwestbahn: "Störung ist behoben, die Züge verkehren wieder auf Regelweg", konnte man dort lesen.
Am Vormittag war die DB Netz AG davon ausgegangen, dass die Störung bis 14 Uhr behoben werden könne.
Zugausfälle bis 17 Uhr
Auch danach dauerte es noch etwas, bis der normale Fahrplan wieder vollständig eingehalten wurde. Die RB 64 ab Münster nach Enschede um 16.08 Uhr fiel bespielsweise trotzdem noch aus, ebenso die nachfolgenden Züge um 16.38 Uhr und 17.08 Uhr.
Enschede war abgeschnitten
Besonders betroffen waren die Bahnverbindungen ins niederländische Enschede: Die Regionalbahn 64 von Münster nach Enschede fiel komplett aus, bei der Regionalbahn 51 von Dortmund über Coesfeld nach Enschede war in Ahaus Schluss.
"Der Warendorfer" (RB 67) der Nordwestbahn fuhr nicht Münster, Telgte und Warendorf an. Nur zwischen Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld lief der Verkehr normal.
Verbindungskabel geklaut
Unbekannte hatten in der Nacht zu Freitag in Coesfeld die Verbindung zwischen dem elektronischen Stellwerk und den Weichen durchtrennt und die Verbindungskabel geklaut. Der Diebstahl wurde gegen 5 Uhr festgestellt.
Laut Deutscher Bahn wurden Reisende in Ahaus, Gronau und Burgsteinfurt vor Ort von Bahn-Mitarbeitern betreut. Für die Reisenden kamen Busse und Taxen zum Einsatz.




























