Zwischen Münster und Rheine: Kabeldiebe sorgen für Zugausfälle
MÜNSTER Der Bahnfahrplan zwischen Münster und Rheine ist am Freitagmorgen im Berufsverkehr kräftig durcheinander gewirbelt worden. Kabeldiebe hatten in der Nacht für eine Sperrung der Strecke gesorgt. Bei mehreren Zuglinien gab es Verspätungen und Ausfälle. Jetzt sind die Schäden behoben, der Verkehr läuft wieder.
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10.58 Uhr: Die Nachwehen der achtstündigen Streckensperrung sind vorüber. Seit kurz vor 10 Uhr läuft der Verkehr wieder normal, meldet die Bundespolizei Münster.
Schuld an der Sperrung waren Kabeldiebe, die in der Nacht zu Freitag zwischen Greven und Reckenfeld und in Höhe des Bahnhofs Münster Zentrum-Nord insgesamt acht Ankerseile von der Strecke geklaut haben. Diese sind zur Straffung des Hauptkabels da, durch das 15.000 Volt fließt. Ihr Fehlen bemerkten Techniker bei Wartungsarbeiten gegen 0.50 Uhr.
Wolfgang Amberge von der Bundespolizei Münster warnt eindringlich vor solchen Diebstählen. "Die Diebe bringen sich in Lebensgefahr!" Beim Hantieren in der Nähe des Hochspannungskabels könne man sich schnell einen tödlichen Stromschlag holen.
Bei den Tätern handele es sich um Profis, vermutet Amberge. Wegen der steigenden Buntmetallpreise nehmen solche Diebstähle in letzter Zeit zu. Der Gesamtschaden beim aktuellen Fall liegt bei rund 20.000 Euro.
8.55 Uhr: Über Twitter schreibt die Bahn um 8.30 Uhr: Vandalismusschaden Münster - Reckenfeld behoben. Regelbetrieb aufgenommen. Es kommt noch zu Verzögerungen.
Erstmeldung 8.12 Uhr:
Die Bahn meldete über Twitter um 6.45 Uhr Vandalismusschäden an der Oberleitung zwischen Münster Zentrum-Nord und Rheine.
Beeinträchtigt seien die Linien RE 15, RE 7, RB 65 und RB 68 in beide Richtungen. Der Regionalexpress 15 falle durch den Schaden sogar komplett aus.
Ärger an den Bahnsteigen
Viele Pendler erwischten die Verspätungen und Zugausfälle auf dem Weg zur Arbeit - und machten ihrem Frust per Twitter Luft: "Züge Rheine nach Münster fallen heute morgen wg. Vandalismus reihenweise aus! Ich steh grad leicht frustriert am Gleis."Ein anderer Bahnkunde beschwerte sich, dass er in Rheine am Gleis keine Infos bekomme.
































