27-Millionen-Projekt: Straßenbau an der Ortsumgehung Wolbeck beginnt
WOLBECK Es ist das echte Wunder von Wolbeck: Seit Dienstag wird die 5,4 Kilometer lange Umfahrung des Wolbecker Ortskerns gebaut, bis Herbst 2014 soll das 27-Millionen-Projekt fertig sein - inklusive Fledermaus-Schutz.
An der Brücke Friedensallee in Wolbeck starten die Arbeiten für die Ortsumgehung. (Foto: helmut etzkorn)
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Nun wird das Herzstück der Umgehung, der Straßenbau, zwischen dem schon fertigen Kreisverkehr Münsterstraße und der Kreuzung Am Steintor Realität. Die Autofahrer werden während der zweijährigen Buddelei nur wenig belästigt.
Hecken als Überflughilfe
Damit Fledermäuse nicht im Tiefflug mit Autos zusammenstoßen, baut der Landesbetrieb entlang der Ortsumgehung auf einer Länge von einem Kilometer vier Meter hohe Hecken als Überflughilfen. So etwas gibt es bislang im Münsterland nur an einer Stelle an der A 1.
Auch die Kröten sollen bei ihrer Wanderung nicht geplättet werden. Deshalb gibt es an der Straße Zäune und dazwischen immer wieder Rohre, die unter der Straße als Amphibientunnel dienen sollen. Zufahrten und Rampen stehen im Bereich Hofkamp, an der Eschstraße, an der Brücke Angelkamp und am Berl.
Wirtschaftswege und untergeordnete Straßen in diesen Bereichen müssen ebenfalls im Zusammenhang mit dem Bau erneuert werden. Mit dem Abholzen von knapp 200 Bäumen beginnen die Arbeiten, insgesamt müssen 78.000 Quadratmeter Fahrbahnflächen aus mehreren Asphaltschichten gegossen werden.
Sechs Milliionen für Lärmschutz-Grundstücke
Einen kleinen Lärmschutzwall gibt es nur im Bereich des Baugebiets Twenhövenweg. Das Land hat rund sechs Millionen Euro für den notwendigen Erwerb von Grundflächen ausgegeben, nach Fertigstellung des Projekts werden 60 Hektar Ausgleichsfläche geschaffen und zum Teil mit Mischwald bepflanzt.
Baubeginn der ersten Brücke für die Ortsumgehung war im April 2009, noch sei man „voll im Zeitplan“, so Griepenburg.

































