Wirtschaftsplan 2013: Uni Münster kämpft mit hartem Sparkurs für schwarze Null
MÜNSTER Die Uni Münster muss ihren rigiden Sparkurs unvermindert fortsetzen, falls sie es schaffen will, in den kommenden zwölf Monaten ihren Haushalt auszugleichen. Bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans für 2013 kündigte Kanzler Matthias Schwarte für die nächsten Jahre tief greifende strukturelle Veränderungen an.
Die Uni Münster will 2013 weiter drastisch sparen. (Archivfoto: Heiner Witte)
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Der Entwurf des Wirtschaftsplans 2013 weist Einnahmen von 493,1 Millionen und Ausgaben von 501,7 Millionen Euro aus. Dazwischen klafft ein Loch von immer noch 8,6 Millionen Euro.
Kanzler verspricht schwarze Null
Das ist zwar deutlich weniger als 2012, als die Uni mit einem fast doppelt so hohen Rekord-Minus ins Jahr startete. Damals hatte der Hochschulrat den Wirtschaftsplan aber nur unter der Auflage genehmigt, dass das Defizit binnen zweier Jahre abgebaut ist.
6,5 Millionen einsparen
Für die Institute bedeutet das, dass sie erneut gut vier Prozent ihres Etats einbüßen. Verwaltung und zentrale Bereiche, etwa Bibliotheken, sollen noch mehr als bisher sparen. Insgesamt will die Uni ihre Ausgaben um weitere 6,5 Millionen Euro drücken.
Nur 2,1 Millionen, unter anderem für Neuberufungen, entnimmt sie dem Sparschwein: „Sonst haben wir bald nichts mehr, um in die Zukunft zu investieren“, so die neue Finanzdezernentin Claudia Rogge.
Kontroverse Diskussionen in Arbeitsgruppen
Wie das Sparen im Detail funktionieren soll, das beraten bis Ende März mehrere interne Arbeitsgruppen – laut Schwarte „zum Teil sehr kontrovers“. Ziel ist es, in allen Bereichen außerhalb von Forschung und Lehre die Kosten dauerhaft um zehn Prozent zu senken. „Wir müssen uns ein Höchstmaß an Disziplin auferlegen“, gab der Kanzler den Senatsmitgliedern für 2013 mit.
Danach reiche aber auch das – unter anderem angesichts steigender Personal- und Energiekosten – nicht mehr aus: „Wir müssen uns über Strukturen unterhalten.“ Dem pflichtete Prof. Klaus Backhaus von der Finanzkommission bei: „Unser Boot muss ins Trockendock zur Generalüberholung. Im Moment stopfen wir nur die Löcher und schöpfen Wasser.“

































