Medienhaus Lensing

Fotostrecke: Gründe gegen einen Weltuntergang

MÜNSTER, 18.12.2012: Am 21. Dezember wird die Welt untergehen - besagt zumindest eine populäre Legende, die sich auf das Ende des Maya-Kalender beruft. Alles Quatsch, sagt der münstersche Astronom Björn Voss. Er führt für uns die Gründe dafür auf, warum das nicht sein kann.

Fotoserie wird geladen,
bitte warten...
Die Welt wird am Freitag nicht untergehen, sagt Björn Voss, Astronom und Leiter des Planetariums Münster. Für uns hat er die Weltuntergangslegenden auseinandergenommen.
Der Maya-Kalender (hier bei einer Ausstellung in Guatemala) ist der Ursprung des Welltuntergangsdatums 21.12.2012. Dabei hätten die Maya "gar nichts vorhergesagt", wie Voss sagt. Auch die These, dass ihr Kalender neu beginnt, ist so nicht richtig, er springt nur in eine neue Epoche um. Das tut er nur alle 5126 Jahre, weshalb das viele als etwas besonderes ansehen.
Weltweiter Hype um Dresdner Maya-Codex
Selbst das genaue Datum der angeblichen Apokalypse ist unklar. Wegen der unterschiedlichen Zählweisen (ein Maya-Monat hatte beispielsweise 20 Tage) ist umstritten, ob das Maya-Jahr am 21. oder 23. der Kalender endet. "Der 21. ist populärer, weil das mit dem Tag der Wintersonnenwende zusammenfällt", so Voss. "Der 23. ist da für Estoteriker deutlich unattraktiver." Den Nachfahren der Maya ist das egal. Sie zelebrieren am 21.12. (hier 2011 an der Pyramide in Chichén Itzá) das neue Jahr nach dem Mayakalender.
Maya-Mythos vom Weltende
Der Klassiker unter den Weltuntergangsmythen am 21.12.2012: Ein großer Asteroid oder Komet trifft auf die Erde und vernichtet alles Leben. Wird nicht passieren, so Voss - zumindest nicht am 21. Ein Komet würde mindestens ein Jahr gut sichtbar auf die Erde zurasen. Die Umlaufbahn von Asteroiden könne man auf Jahrzehnte im Voraus berechnen. Da droht uns zu unseren Lebzeiten kein großer Einskchlag, versichert Voss.
Asteroide
Die vielleicht spektakulärste These des Weltuntergangs ist die eines noch unbekannten Planeten, der mit der Erde kollidieren könnte. Dieser Gedanke ist auch die Rahmenhandlung zum Film "Melancholia" (Bild). Alles Quatsch, sagt Voss: "Das soll der Planet Nibiru sein mit einigen tausend Kilometern Durchmesser. Das kommt von den Babyloniern, die einen Stern namens Nibiru beobachtet haben. Vermutlich haben die einfach einen abstrakten Punkt am Himmel gemeint. Esoteriker haben da aber reininterpretiert, dass das ein Planet sein muss, der abhanden gekommen ist. Der muss sich also irgendwo verstecken, obwohl er um unsere Sonne kreist. Im Teleskop hat den aber nie jemand gesehen. Wenn der aber in drei Tagen hier sein soll, müsste der schon ganz schön hell strahlend am Himmel stehen" - wie auf diesem Bild.
64th Cannes Film Festival - Melancholia
Es gab - besonders in der abendländischen Kultur - schon immer viele Prophezeiungen eines drohenden Weltuntergangs. Eine populäre These, dass die Planeten am 21.12. in einer Reihe stehen, stimmt einfach nicht. Es gibt keine besondere Planetenkonstellation, so Astronom Voss: "Das gab es im Jahr 1186, da hat ein Mönch ein paar Jahre vorher sogar einen Weltuntergang vorhergesagt. Passiert ist aber eben nichts." Das Bild zeigt eine Szene aus Philip Grönings preisgekröntem Dokumentarfilm "Die große Stille" -
«Die große Stille» für Europäischen Filmpreis nominiert
Ein anderes Weltuntergangsszenario, das wegfällt: der Ausbruch eines Supervulkans, etwa dem Yellowstone in den USA (Bild). Voss dazu: "Das ist eines der wenigen Dinge, die bei dem Film '2012' stimmen. Da würde einiges eingehen. Das haben aber Geologen genau im Blick, auf Jahrhunderte hinaus sollte das keine Probleme machen."
Krater des Yellowstone-Vulkans hebt sich im Rekordtempo
Dass die Welt untergehen wird, ist indes sicher. Spätestens wenn die Sonne in sechs Milliarden Jahren stirbt. "Pflanzen und Tiere werden aber schon vorher -  etwa in 900 Millionen Jahren - wegen der steigenden Hitze aussterben", so Voss.
Sonneneruption
Noch das am wenigsten unmögliche Szenario für den Weltuntergang am 21. Dezember 2012 sei ein Atomkrieg, so Voss. Doch der ist angesichts der aktuellen politischen Lage auch mehr als unwahrscheinlich. Das Bild stammt aus der Fernsehserie "Jericho".
Jericho - Der Anschlag
Das Internet quillt über vor Scherzen über den angeblich drohenmden Weltuntergang. Dieser kursiert seit Tagen über Facebook.

Mythendatum 21.12.2012: Münsterscher Astronom: Darum geht heute die Welt nicht unter

MÜNSTER Gute Nachrichten: Die Welt wird am 21. Dezember nicht untergehen. Das sagt zumindest Björn Voss, der Leiter des Planetariums Münster. Für uns hat der Astronom alle möglichen Szenarien durchgespielt. Wir zeigen sie in einer Fotostrecke - und verraten, wann die Apokalypse wirklich kommt. mehr... 1 Fotostrecke

Die gelbe Jacke trägt eine auffällige Applikation auf dem Rücken. 5 Fotos

17.05.2013 : Raubüberfall Oeding-Erdel

Julia Warneckes Mitesser-Teller sind die ideale psychologische Unterstützung jeder Diät. 12 Fotos

Münster, 14.05.2013 : Lili Fischers Studenten im Stadtmuseum

Von-Steuben-Straße/Ecke Hafenstraße: Die Litfaßsäule mischt sich ein. Und oben der Mond. 11 Fotos

14.05.2013 : Stromkaesten

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. 9 Fotos

13.05.2013 : 3. Nationaler Verkehrskongress

"Beim Fußball kann man sich austoben, beim Golf kann ich entspannen": Berti Vogts. (MZ-Foto Rondthaler) 24 Fotos

12.05.2013 : 1. Münsteraner Tatort-Cup

Die Kombination aus Hansemahl und verkaufsoffenem Sonntag sorgte für einen proppevollen Prinzipalmarkt. 28 Fotos

05.05.2013 : Hansemahl

Meistgelesen | Münster

An der Ludgeristraße

1

Swen Gödde und Tina Schuth eröffnen ein veganes Bistro

Am Donnerstag eröffnete ihr Laden "Krawummel" mit veganer Küche von früh bis spät - Swen Gödde und Tina Schuth sind zuversichtlich, dass das Konzept in Münster ankommt.

MÜNSTER Zum Backen verwenden sie Apfelessig statt Ei und pflanzliches Fett, um Butter und Sahne zu ersetzen: Swen Gödde und Tina Schuth setzen in ihrem Bistro "Krawummel" auf komplett vegane Kost – und sind damit laut Gödde allein in Münster. Am Donnerstag feierte ihr Laden Eröffnung. mehr...

Raubüberfall

2

Feiger Jugendlicher schlägt 92-jährige von hinten nieder

blaulicht polizei teaser kopie witten 8

MÜNSTER. Dreister Raubüberfall auf eine 92-jährige Frau in Kinderhaus: Als sie ihre Wohnungstür aufschloss, versetzte ihr ein Mann einen Schlag auf den Hinterkopf - und flüchtete mit ein paar Euro und dem Personalausweis. mehr...

Techniker müssen gehen

3

Air Berlin schließt Wartungsstation am FMO

Air Berlin schließt seine Wartungsstation am Flughafen Münster/Osnabrück.

MÜNSTER Die Krise von Air Berlin schlägt erneut durch bis zum Flughafen Münster/Osnabrück. Die Fluggesellschaft, die 2012 zahlreiche Flugziele vom FMO gestrichen hatte, wird ihre Wartungsstation in Greven schließen. Auch ein drastischer Rückgang der Air-Berlin-Passagierzahlen ist dieses Jahr zu befürchten. mehr...

Neues Ladenöffnungsgesetz

4

Bäcker dürfen am Pfingstsonntag Brötchen verkaufen

Bäckereien dürfen am Pfingstsonntag Brötchen verkaufen. Das neue Ladenöffnungsgesetz tritt rechtzeitig in Kraft.

MÜNSTER Brötchen und Blumen zu Pfingsten: Am Samstag tritt in NRW das neue Ladenöffnungsgesetz in Kraft. Davon profitieren an Pfingsten bereits Bäcker und Blumenhändler. mehr...

Immer neue Probleme

5

Kanalausbau dauert länger als bisher geplant

Wird breiter: Der Kanal.

MÜNSTER Die Kanalbaustelle ist mitten in der Stadt angekommen. Doch über der Erweiterung der Wasserstraße ziehen gerade dunkle Wolken auf. Womöglich dauert doch alles länger als bisher vorgesehen. Erste Anzeichen gibt es. mehr...

Kontakt | Impressum | AGB | Nutzungsbasierte Onlinewerbung | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia