Evangelische Gemeinden: Coerde wächst - Kinderhaus schrumpft
COERDE/KINDERHAUS Die Urkunde des Regierungspräsidenten war zwar am Donnerstag noch nicht im Pfarrbüro der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde eingetroffen, doch die staatsaufsichtliche Genehmigung ist nur noch ein formaler Akt: Ab dem 1. Januar verschieben sich die Grenzen zwischen der Kinderhauser Emmaus-Gemeinde und der Coerder Andreas-Kirchengemeinde.
Pfarrer Frank Beckmann und Pfarrer Winfried Reglitz (3. u. 4. v.l.) haben den Prozess zur Verschiebung der Gemeindegrenzen über einen längeren Zeitraum vorbereitet. (Foto: reglitz)
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Coerde wächst, Kinderhaus schrumpft
Die Emmaus-Gemeinde zählt derzeit 5600 Christen, neben den 1100 Gläubigen aus Nienberge verliert sie dann auch rund 400 Gemeindeglieder in Sprakel. Die Coerder Gemeinde wächst hingegen von bisher 2400 auf gut 2800 Gemeindeglieder an. Damit rückt die Andreas-Gemeinde auch in einen von der Landeskirche vorgegebenen „Korridor“, der pro Pfarrstelle 2700 bis 3200 Gemeindeglieder vorsieht.
Der Pfarrer der Andreas-Kirchengemeinde, Frank Beckmann, ist für die Sprakeler Christen kein Unbekannter. Nach zweieinhalb Jahren Kooperation wurde die Zusammenarbeit der Andreas-Gemeinde und der Emmaus-Gemeinde im Januar 2011 als pfarramtliche Verbindung weitergeführt.
Diese ist eine Sonderform der pastoralen Versorgung in der Evangelischen Kirche. Dadurch konnte Beckmann, gleichzeitig auch für die Emmaus-Gemeinde tätig sein. Große Veränderungen, so Beckmann, wird es nicht geben. „Wir wollen die beiden Stadtteile aber stärker aufeinander beziehen“, sagt Beckmann. Sicherlich werde auch ein bisschen mehr Arbeit im Pfarrbüro anfallen.
Der Prozess zur Verschiebung der Grenzen sei längere Zeit vorbereitet worden, mit dessen Entwicklung zeigt sich Beckmann zufrieden. Für den Pfarrer der Emmaus-Gemeinde in Kinderhaus, Winfried Reglitz, fallen derweil einige Verwaltungsaufgaben weg.
Gottesdienst in katholischer Marienkirche
Auch künftig wird es an jedem ersten Sonntag im Monat einen Gottesdienst in Sprakel geben. „In ökumenischer Verbundenheit“ stellt die katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef die Marienkirche zur Verfügung. Nach der Sonntagsmesse der katholischen Christen feiern die evangelischen Gemeindeglieder dann ab 11.30 Uhr ihren Gottesdienst.

























