Spaten als Startsignal: Bau der Wolbecker Ortsumgehung hat begonnen
WOLBECK Vielleicht hätte man sich einen der Spaten mitnehmen sollen. Denn zumindest im übertragenen Sinne ist jeder von ihnen eine Millionen Euro wert: Ganze 15 davon standen Donnerstag bereit, um das Startsignal zu geben für den 15 Millionen Euro teuren Bau der Wolbecker Ortsumgehung.
Landesvertreter, Politiker und Wolbecker Bürger griffen zu den Spaten, um symbolisch den Umgehungsbau zu beginnen. (Foto: Beintken)
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Ein wenig Erde
Doch dann buddelten die Landesvertreter, Politiker und Wolbecker Bürger die Trasse doch nicht fertig, sondern beließen es bei ein paar in die Luft geworfenen Häufchen Erde für die Fotografen und Kameramänner.
Mit stolzen 88 Jahren nahm auch die Wolbeckerin Ingeborg Hoebink einen der symbolträchtigen Spaten in die Hand.
Als wenn es nun nicht schnell genug gehen könnte, legte direkt nach dem ersten Spatenstich der bereits wartende Bagger los. Seit gut 40 Jahren ist die Wolbecker Ortsumgehung schon geplant, zuletzt drohten Gerichtsverfahren den Bau noch einmal aufzuschieben.
Doch seitdem das Oberverwaltungsgericht Münster im März sämtliche Einwände der Gegner in letzter Instanz abgewiesen hat, ist der Weg für die Umgehung endgültig frei.
Doch während der offiziellen Feierstunde blieb es beim stillen Protest.
Stiller Protest
Lediglich Karin Harbott war als Umgehungsgegnerin zu erkennen: Sie hatte sich ein gelbes Schild mit der Aufschrift "Umgehung = Wolbecks Tod" umgehängt.
Sie hatte es auch nicht weit, wohnt sie doch nur einen Steinwurf von der Baustelle entfernt im Haus Dahl.
Zahlen und Fakten
- Die 5,8 Kilometer lange Trasse beginnt im Norden Wolbecks an der L793 (Freckenhorster Straße / Münsterstraße) und verläuft westlich bis zum Anschluss an die L585 (Am Steintor) im Süden.
- Etwa auf halber Strecke wird die Kreisstraße K3 zwischen Wolbeck und Angelmodde mit einem Anschlussarm an die Umgehung angeschlossen.
- Insgesamt wird es drei Kreisverkehre und sieben Brücken geben.
- Alleine zwei Brücken führen über die Gleise der Westfälischen Landeseisenbahn.
- An vielen Stellen liegt die Strecke auf einem Damm, für den etwa 125000 Kubikmeter Boden gebraucht werden.
- Die zukünftige Fahrbahn wird insgesamt 7,50 Meter breit sein.
- An beiden Seiten entstehen Bankette von je 1,50 Metern Breite.
- Fahrradwege werden über- oder unterführt und zum Teil entlang der Strecke gebaut.
- Zuerst wird die Brücke an der Friedensallee nahe Haus Dahl im Süden Wolbecks gebaut.
- Die Fertigstellung ist für 2012 geplant.
- Die Umgehung kostet etwa 15 Millionen Euro.
























