Chorkonzert: Teile des Weihnachtsoratoriums in St. Michael
GIEVENBECK Kaum ein Fest hat den Schiffbruch der Religionen derart unversehrt überstanden wie Weihnachten. Die Herzkammern Gläubiger wie Ungläubiger flimmern wie ein Kerzenmeer, sobald Heiligabend naht. Das wurde an Heiligabend in der Michael-Kirche deutlich.
Das Ensemble »CanTiaMo« begeisterte in der Pfarrkirche St. Michael. (Foto: Moseler)
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Existenzielle Glaubensfragen
Für die Andacht hatte Mayr mit dem Chor neben bekannten Liedern verschiedene Arien und Duette aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach einstudiert.
Im Choral „Brich an du schönes Morgenlicht“ bot der Chor eine konzentrierte Interpretation, die heitere Souveränität und Zielsicherheit des Glaubens überzeugend hörbar werden ließ.
Klangvolles Volumen
Aus Bachs Kantate „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ sang ein Tenor des Chores die Arie „Meine Seele wartet“. Mit dem Tenor-Rezitativ „Und das habt ihr zum Zeichen“ bis zur Alt-Arie „Schlafe mein Liebster“ hatte Mayr ein Stück aus dem zweiten Teil des Weihnachtsoratoriums ausgewählt, dessen entrückte Intensität deutlich hervortrat.
Das Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ brachte das klangvolle Volumen des Ensembles mit dezenter Noblesse zur Geltung.


























