Für Radler bleibt es unsicher: Tiefbauamt erteilt Umbau des Bahnübergangs Weseler Straße eine Absage
MECKLENBECK Die gute Nachricht: Eine Schrankensicherung für Fußgänger und Radfahrer am Bahnübergang an der Weseler Straße kommt. Die schlechte: Eine Realisierung vor dem Jahr 2013 ist nach Auskunft des Tiefbauamtes nicht möglich.
Der Bahnübergang an der Weseler Straße bleibt zunächst wie er ist. Nach Informationen aus dem Tiefbauamt ist eine Erneuerung erst ab 2013 möglich. (Foto: Böckling)
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Das erfuhren die Mitglieder der Bezirksvertretung Münster-West in ihrer jüngsten Sitzung. Damit reagierte man im münsterschen Rathaus auf eine Anregung der CDU und FDP, diesen Kreuzungsbereich für Radler und Fußgänger sicherer zu gestalten.
Wie die Verwaltung mitteilt, sei eine Nachrüstung der vorhandenen Sicherungsanlage nicht möglich, da die derzeitige Bauform des Übergangs dies aus rechtlichen Gründen nicht zulasse. Eine Alternative stelle höchstens eine komplette Erneuerung des Bahnübergangs dar. Dies führe aber dazu, dass auch der Bahnübergang "Zur Landwehr" neu gestaltet werden müsse, da beide Übergange technisch voneinander abhängig seien.
Die Kosten sind zu hoch
Die Kosten für einen Umbau an der Weseler Straße beziffert man im Rathaus auf rund 600 000 Euro, für den an der Straße "Zur Landwehr" auf zusätzliche 400 000 Euro. Geld, das man sparen kann, denn: Im Zusammenhang mit der Einführung eines optimierten Betriebskonzepts, der Automatisierung der Betriebsstellen auf der Strecke von Coesfeld nach Münster sowie dem geplanten Bau des Bahnhofs ist ohnehin eine Erneuerung des Übergangs geplant - aber wie gesagt nicht vor 2013.
Auch auf den familien- und behindertenfreunlichen Umbau der Haltestelle Meckmannweg müssen die Antragsteller (CDU und FDP) noch warten.
Doppelte Hürde für Behinderte
Wie berichtet haben dort Behinderte oder Familien mit Kinderwagen eine doppelte Hürde zu nehmen: Bürgersteig-Kante und Buseinstieg. Das wollen Union und Liberale ändern und regten entsprechende Arbeiten an, unterstützt vom Sozialverband.
Wie die Verwaltung jetzt mitteilte, erstellt sie jedes Jahr ein Programm für den barrierefreien Umbau an Haltestellen. Aufgrund des Planungsvorlaufs sei das Programm für dieses Jahr bereits fertig gestellt und einstimmig in den zuständigen Gremien verabschiedet worden.
Die Haltestelle Meckmannweg werde aber in die 65 Standortvorschläge umfassende Maßnahmenliste aufgenommen. Für 2010 will die Stadt die Prioritäten neu bewerten. Ob die Haltestelle Meckmannweg dann nach ganz oben rutscht, dazu kann man im Rathaus allerdings noch keine Aussage treffen.


































