Hallenfußball: A-Junioren: Favoriten quälen sich in die Endrunde - Wacker vor dem SCP
MÜNSTER Die Junioren-Stadtmeisterschaften sind um eine Kuriosität reicher. Bei der 36. Auflage der münsterschen Titelkämpfe stellen erstmals nur acht Vereine die Endrunden-Teilnehmer im Feld der A- und B-Junioren. Auch weil sich am Freitag bei den älteren Jahrgängen die Favoriten durchsetzten, ohne dabei aber zu überzeugen. Bundesligist SC Preußen wurde hinter Wacker Mecklenbeck gar nur Zweiter.
Hiltrups Mehdi Ardehari (l.) zog als Tabellenzweiter in die Endrunde ein. Dabei hatte der TuS aber wie auch Westfalia Kinderhaus in der Gruppe A mit Hussain Yaled und seinem Treffpunkt Waldsiedlung einige Mühe. (Foto: MünsterView)
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Wolbeck ungeschlagen
Ungeschlagen qualifizierte sich auch der VfL für den entscheidenden Tag. Mit zwei 1:1-Unentschieden gegen den TPSV und Gievenbeck schuf sich Wolbeck eine perfekte Ausgangslage, die das Team von Trainer Luka Rademacher souverän nutzte. Den SCG fertigte der VfL mit 5:0 ab und löste verdient das Ticket für die Endrunde.
Auch in der Gruppe A mussten die favorisierten Bezirksligisten Westfalia Kinderhaus und TuS Hiltrup um das Weiterkommen bangen. Die Kontrahenten, die sich im Top-Duell 1:1 trennten, hatten ihre liebe Mühe mit Treffpunkt Waldsiedlung. Zwar brachte Hiltrups Torwart Patrick Hinkerohe sein Team nach 35 Sekunden mit dem ersten Treffer des Tages in Führung, doch der Außenseiter wehrte sich beim 1:2 beachtlich. „Vielleicht haben uns unsere Gegner unterschätzt. Aber wir haben gute Hallenspieler“, sagte TP-Coach Abdel Aitoujaken, dessen Schützlinge nach dem 2:0 gegen GW Amelsbüren die Chance auf das Weiterkommen hatten.
TP ärgert Westfalia
Ein Sieg gegen Westfalia, und die Überraschung wäre perfekt gewesen. Nach torloser erster Halbzeit nagelte TP-Keeper Adnan Berisha den Ball an die Latte, ehe er zum tragischen Helden mutierte. Ein Rückpass von Mustafa Ali Abdi rutschte ihm unter der Sohle durch. Kinderhaus war auf Kurs, in Überzahl sorgte Joel Sprenger für den Gruppensieg.
Dass sich der TuS als Zweiter einreihte, hatte er auch seinem Schlussmann zu verdanken. Neben seinem Treffer bereitete er gegen Kinderhaus das Tor von Valentino Marjanovic vor und zeichnete sich dazu mit sehenswerten Paraden aus. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um ins Turnier zu finden. Ich hoffe, dass das in der Endrunde schneller klappt“, sagte TuS-Trainer Omid Asadollahi.
Nullacht problemlos
Weniger Probleme hatte der SC Münster 08. Schon nach zwei Partien waren die Kanalkicker nach Siegen über den SC Nienberge (4:1) und Borussia (2:0) weiter, schalteten erst gegen den BSV Roxel (0:0) einen Gang herunter. „Wir haben allerdings noch nicht am Limit gespielt. Wir müssen schnell einen Haken hinter die Vorrunde machen“, sagte Nullachts Trainer Manfred Quebe.
Den machte auch SCP-Coach Frank Bajorath zügig. Seine Preußen kamen überhaupt nicht in Tritt, kassierten nach dem mühsamen 2:1 gegen Concordia Albachten dann gegen Wacker eine 1:2-Pleite. Tom Niermann köpfte nach einem fragwürdigen Neunmeter – es war nur eine von zahlreichen unverständlichen Entscheidungen der schwachen Schiedsrichter – den Abpraller zum Siegtreffer ein. Erst durch das 4:1 gegen den TSV Handorf entging der Titelverteidiger dem vorzeitigen Aus. „Ich bin nicht zufrieden, wir haben nicht genug Fußball gespielt“, so Bajorath. „Wir müssen zeigen, dass wir es besser können.“ Und damit hatten die Preußen etwas mit den übrigen Favoriten gemein.























