Handball-Stadtmeisterschaft: Wertschätzung mit Luft nach oben
MÜNSTER Der Titelverteidiger tritt gar nicht erst an, die beiden höchstklassigen Mannschaften schicken am Samstag (ab 12 Uhr/Schulzentrum Kinderhaus) nicht ihre 1a-Besetzung ins Rennen. Doch ein Muster ohne Wert ist die fünfte Auflage der Handball-Stadtmeisterschaft keineswegs, geht es doch weiter um Prestige, Ansehen und einen Pokal.
Die Sieger aus 2012 werden nicht dabei sein. Personalnot zwang den HC Rot-Weiß Münster zur Absage. (Foto: Archiv Jackson)
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Personelles Puzzle
„Dann müssen wir top-fit sein. Schließlich befinden wir uns tabellarisch in einer Situation, in der wir keinen Punkt mehr verschenken dürfen“, sagt der 31-Jährige, dem die Titelkämpfe nach der gut zweiwöchigen Trainingspause nur bedingt ins Konzept passen. „Ich habe bei der Mannschaft schon Druck und Motivation herausgenommen. Wichtig ist, dass wir verletzungsfrei aus dem Turnier kommen.“ Angeschlagene Spieler schont der Coach, dazu fehlen noch ein paar Urlauber. „Aber sieben, acht Leute bekomme ich schon zusammen.“
Ein personelles Puzzle muss auch sein Kollege Slawomir Cabon lösen. Und der Kinderhauser Trainer nimmt dabei ebenso Rücksicht auf den Liga-Betrieb, geht wohl bei Eike Siering (Fingerverletzung) und Heinz Janssen (Schulterprellung) kein Risiko ein.
Rot-weiße Katastrophe
Dennoch will Cabon nach dem Vorrundenaus 2012 diesmal zumindest wieder ins Halbfinale, ohne dabei aber zuviel Druck auf sein Team auszuüben. „Wir möchten uns natürlich vernünftig präsentieren. Aber unser Fokus liegt ganz klar auf der Meisterschaft“, erklärt Cabon.
Tief enttäuscht ist dagegen Philipe Jäger vom Titelverteidiger HC Rot-Weiß Münster. „Urlaub, Verletzungen, private Verhinderungen – wir hätten nur sechs Spieler zusammenbekommen.“ Die Absage seines Klubs bezeichnete er als „mittlere Katastrophe“ für den jungen Verein. „Allzu gerne hätten wir uns in der münsterschen Szene gezeigt, Werbung für uns betrieben und den Titel verteidigt. Aber so machte das keinen Sinn.“


































