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Karnevalsumzug
Westfalen erobern Hauptstadt - Berliner Prinzengarde lädt ein
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| Von Miriam Daschty am 8. Februar 2010 18:57 Uhr | ||
| RHEINE Zuhause ist es eben doch am schönsten! Ingrid Gerds denkt gerne an ihre 26 Jahre in Berlin zurück, doch das Heimweh trieb sie schließlich wieder nach Rheine. Mit dabei: Ehemann Peter, ein waschechter Berliner Jung’. | ||
Mit dieser dürfen die Bürgerhaus-Narren, darunter das Prinzenpaar Stefan Roß und Brigitte Druschl, sogar auf dem Wagen mitfahren. Eine Ehre, die nur wenigen Karnevalisten zuteil wird, die Ingrid Gerds aber verdient hat. Schließlich hilft sie bei der Vertiefung der Freundschaft zwischen West und Ost, und, viel wichtiger: Die 60-Jährige zeigt den Hauptstädtern, wie man so richtig Karneval feiert. Stures Publikum „Das Publikum ist relativ stur. Die müssen noch ein bisschen üben“, sagt Ingrid, grinst ihren Mann an und erzählt vom Besuch des Berliner Prinzenpaares 2008 bei der IGR: „Ein bisschen was haben wir denen beigebracht. Auf der gesamten Bahnfahrt zurück nach Berlin haben sie ,Die Vögelein vom Titicacasee’ auswendig gelernt.“ Ob die Lernfähigkeit auch umgekehrt gegeben ist, stellt sich Sonntag heraus, wenn die Rheinenser zum ersten Mal aktiv in Berlin dabei sind. Natürlich freut sich Ingrid Gerds darüber besonders – doch ein Strahlen erhellt ihre Augen, als sie ans Wiedersehen mit ihrer Tochter Nadine denkt. Die 33-Jährige tanzt seit Jahren in der Berliner Prinzengarde, ist Hauptstädterin mit Leib und Seele. Wenig Begeisterung für Karneval „Nur mich hatte meine Frau im Schlepptau, als wir vor acht Jahren nach Rheine gezogen sind“, neckt Peter Gerds seine Herzdame, mit der er auch in Berlin eine Gaststätte geführt hat. Das westfälische Jeckentum betrachtet er amüsiert, doch die Begeisterung reicht noch nicht aus, um Sonntag mit auf die Tour durch seine alte Heimat zu gehen. „Für Karneval hatte ich nie so viel übrig.“ Da muss das Ehepaar doch lachen: Ingrid, die so gern nach Rheine zurück wollte, fährt also nach Berlin, und Peter, der so seine Schwierigkeiten mit der „etwas schwerfälligen Art“ der Westfalen hat, bleibt in Rheine. Allerdings: „Vermissen tu’ ich hier jar nüscht“, sagt Peter Gerds. Vielleicht hat er Sonntag ja Zeit, den Berliner Umzug und damit auch die IGR Bürgerhaus im Fernsehen zu sehen. Waldhügel statt Fernsehturm Vielleicht geht er in seiner Mittagspause aber auch einfach spazieren. Schließlich kennt er die Vorzüge seiner neuen Heimat ganz genau. Ingrid liefert gleich ein Beispiel: „Mein Mann war noch nie auf dem Fernsehturm!“ Und die prompte Retour von Peter: „Aber dafür 20 Mal auf dem Waldhügel!“ |
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