Schlaganfall-Patienten: Investoren offenbar an Reha-Zentrum interessiert
SAERBECK. Die schlechte Versorgung von Schlaganfall-Patienten sei ihr Antrieb, es besser zu machen. Physiotherapeutin Sabine Heyermann-Wiemer aus Saerbeck will deshalb ein Reha-Zentrum initiieren. Interessierte Investoren und Träger gibt es offenbar.
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Eine "große Klinik"
„Nach den ersten Sofortmaßnahmen warten die Schlaganfallpatienten oft wochenlang zu Hause auf einen Rehaplatz oder zumindest geeignete medizinische Geräte wie Gehhilfen oder Rollstühle.“ Mit einem kleinen Ladenlokal ist es in ihren Vorstellungen aber nicht getan. Eine „große Reha-Klinik“, das wäre wichtig und offenbar auch möglich. Mit einem Architekturbüro aus Münster, das mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eng zusammenarbeitet und für derartige Projekte gerüstet sei, gibt es bereits Übereinkünfte, gar einen Investor?
Standortfrage entscheidet
Die Finanzierung scheint nicht das große Problem, wie es heißt, vielmehr sei die Standortfrage entscheidend. Ob nun in Münster, Saerbeck oder Greven gebaut würde – davon möchte sie ihre Entscheidung und die Idee nicht abhängig machen. „Hauptsache, es ist gut erreichbar, damit wir im ganz normalen Alltag die Therapie durchführen können.“ Konkreten Bauplanungen stehen aber auch fehlende Zahlen, beispielsweise zum Bedarf an Plätzen, entgegen. Die Fachhochschule Münster sollte diese Zahlen schon vor einer langen Zeit berechnen, nun aber übernimmt Heyermann-Wiemer diese Ermittlung selbst, setzt dabei auf die Hilfe des LWL.
Sollten Zahlen und Investoren stehen – auch zwei Stiftungen hätten als potenzielle Träger bereits angeklopft –, dürfte von der eigenen Klinik bis zum Anschluss an ein Seniorenheim alles möglich sein. „Mein Wunsch wäre, das mit aufzubauen“, sagt die 49-Jährige. Ihre beiden Physiotherapie-Praxen würde sie dann in andere leitende Hände übergeben, sich ganz dem Reha-Zentrum widmen. In Holland gibt es derartige Kliniken bereits, diese würden mit großem Erfolge betrieben, weiß Heyermann-Wiemer. „Da sind wir hier in Deutschland noch weit zurück.“








