Tagesbruch-Sperrung: Autofahrer nehmen Umweg über Schwerte
SCHWERTE Die Sperrung der A 45 macht sich auch in Schwerte bemerkbar - vor allem im Berufsverkehr wird es eng: "Wer sich auskennt, sucht sich sehr schnell eine andere Route", sagt ADAC-Pressesprecher Dr. Peter Meintz. Und es dauert noch, bis sich die Lage wieder entspannt.
Die Bauarbeiten auf der A 45 dauern noch bis kommende Woche an. Während der Sperrung nehmen viele Autofahrer einen Umweg über Schwerte in Kauf. (Foto: Oliver Schaper)
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Fotostrecke Tagesbruch auf der A45
Weshalb viele ortskundige Fahrer auswichen. „Viele nehmen lieber einen Umweg in Kauf, als im Stau zu stehen“, sagt Meintz. Er geht davon aus, dass Pendler aus der Umgebung die Autobahn bereits weit vor dem Westhofener Kreuz verlassen. „Ihr Weg nach Dortmund führt dann auch über Schwerte.“
Währenddessen ist es auf dem Autobahnabschnitt fast vollkommen leer. Nur einige Baufahrzeuge, zwei LKW mit Zement und vier große Bohrer bewegen sich schleppend auf der Sauerlandlinie voran. Mehr als 200 Kubikmeter hat die Fachfirma für Tagesbrüche bereits gefüllt.
Pläne geben Auskunft über Flöze
Man gehe davon aus, „noch die dreifache Menge zu verfüllen“, sagt Frank Jurga, der die Bohrungen leitet. Wo er und seine Arbeitskollegen zu bohren haben, wie tief die vier Flöze sind, die sich unter der A 45 erstrecken, wissen sie anhand von Plänen.
Zwischen acht und 30 Meter dringen die Geräte vor. „Erreicht der Bohrer einen Hohlraum, schicken wir eine Sonde runter, die das Volumen per Laser ausmisst“, erklärt Frank Jurga. Ein zementähnliches Gemisch füllt den Raum schließlich auf.
Am vergangenen Mittwoch hatten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Hagen auf dem Mittelstreifen ein Loch von etwa fünf mal zwei Metern und fast zwei Metern Tiefe entdeckt. „Das haben wir sofort provisorisch gefüllt“, sagt der Leiter der Autobahnmeisterei Frank Brüngel-Steffens.
Arbeiten bis kommende Woche
Umgehend habe er die Fachfirma informiert und auf ihren Rat hin die Autobahnstrecke komplett sperren lassen. Schließlich bestehe akute Einsturzgefahr.
Bis in die kommende Woche hinein werden die Arbeiten und damit die Vollsperrung in beide Richtungen dauern. Zu einem genauen Zeitrahmen möchte Brüngel-Steffens keine Aussage treffen.
Indes laufen die Maschinen ununterbrochen. „Wir arbeiten im 24-Stunden-Schichtdienst“, sagt der zuversichtliche Frank Jurga. „Mit einer Woche sind wir zwar knapp bemessen, aber wir sind guter Hoffnung.“ Schließlich sei man darauf eingestellt, noch mehr Personal aufzufahren.
Hier ist der Tagesbruch aufgetreten:
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