E-Zigaretten: Händler uneins über Folgen des Nikotin-Verbotes
SCHWERTE Für viele ist die E-Zigarette ein Ersatz für den "normalen" Glimmstängel geworden. Das Verbot durch das Gesundheitsministerium versetzt Händler, die auch die nikotinhaltigen Liquids verkaufen, in Aufregung. Keiner weiß genau, was jetzt Sache ist.
Peter und Sigrid Fischer haben sich von dem Verkauf der E-Zigarette vorsichtshalber verabschiedet. Nicht alle Händler haben diese Konsequenz gezogen. (Foto: Paulitschke)
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Giovanni Pitarresi, der selbst E-Zigarette raucht, findet das Verbot „albern“ und befürchtet, dass bestimmte Gruppen bevorzugt werden, sollte der Verkauf in die Apotheken verlagert werden. „Dadurch werden nur sinnlos Existenzen kaputt gemacht“, betont der Italiener. „Tabak darf schließlich auch überall verkauft werden, das gibt es nur in Deutschland.“
Bald auch zu Apotheken-Preisen?
Auch Peter und Sigrid Fischer von Lotto Fischer haben den Verkauf zunächst eingestellt. „Die Händler machen uns zwar weiterhin Angebote, aber wir ordern keine Produkte mehr, solange wir nicht genau wissen, wie es weitergeht“, zeigt sich Peter Fischer etwas ratlos. „Wir können nur froh sein, dass wir nicht richtig eingestiegen sind und nur eine relativ kleine Menge geordert haben“, ergänzt seine Frau Sigrid.
Die beiden Nichtraucher wollen zunächst abwarten, wie sich die Situation entwickelt. „Aber wenn die E-Zigarette demnächst wirklich in Apotheken verkauft wird, dann auch zu Apotheken-Preisen“, ist sich Peter Fischer sicher.
Flüssig-Nikotin ein "Funktionsarzeneimittel"
Die Flüssigkeiten, die Nikotin enthalten, dürfen laut Gesundheitsministerium höchstens noch in Apotheken verkauft werden. Der Grund in Kurzform: Nikotin in flüssiger Form sei ein „Funktionsarzneimittel“, denn es beeinflusse die körperlichen Funktionen.
Rein rechtlich dürfte es derzeit die Flüssigkeit nirgends geben. „Nikotin ist von der Wertung her zwar wie ein Arzneimittel einzustufen. Da es aber keine Zulassung als Arzneimittel gibt, dürfen auch wir die Flüssigkeit nicht verkaufen“, so Gerhard Schulte von der Neuen Apotheke.
Im Lotto-Geschäft Jährling an der Hüsingstraße sieht man die Lage deutlich gelassener. „Solange uns kein offizielles Verbot vorliegt, verkaufen wir alles rund um die E-Zigarette weiter“, sagt Carmen Bröckelmann. Ihr liegen sogar Prüfberichte vom TÜV Rheinland vor, die die Produkte zugelassen haben.


























