So könnte es Matthias Sommer, der bei den Männern über 60 und 200 Meter ins Rennen geht, mit Christian Blum, Sebastian Ernst oder Alexander Kosenkow zu tun bekommen, allesamt Top-Sprinter des TV Wattenscheid und EM- oder WM-Teilnehmer. "Wenn die ganzen Cracks teilnehmen, können wir die ersten Acht vergessen", sagt SGE-Trainer Peter Matzerath.
39 Athleten sind über 60 Meter, 23 über 200 Meter gemeldet, was die Aufgabe für Sommer nicht gerade leichter macht. Er rangiert mit gemeldeten 7,11 bzw. 22,23 Sekunden in beiden Feldern im unteren Drittel, weshalb für ihn gute Zeiten im Vordergrund stehen.
Tim Friedewald - Weitsprung hat Priorität
In der männlichen U20-Klasse vertritt Tim Friedewald die Ergster Farben. Über 60m schließt er mit einer 100m-Meldezeit von 11,49 sek das 60 Starter umfassende Feld ab. Der Fokus liegt für Friedewald am Sonntag auch auf dem Weitsprung. Matzerath hatte schließlich angekündigt, dass Friedewald in Leverkusen weiter springen werde als beim ersten Wettkampf in Bielefeld. "Den 6,20 Metern sollten wir uns nähern. Wenn wir das hinkriegen, wäre ich zufrieden."
Risiko oder Sicherheitssprünge? Sina Beres' Ziel dürfte ein Top-Ten-Platz im Dreisprung der weiblichen Jugend U20 sein. Sie ist mit 10,51m erneut am Schluss der Meldeliste zu finden.
Risiko gehen? "Entscheiden wir kurzfristig"
Zwölf Springerinnen sind insgesamt am Start. Allerdings ist ihr eine Steigerung an die 10,75m-Marke zuzutrauen - wenn sie denn einen gültigen Sprung in die Grube bringt. Das wäre ihr in Bielefeld vor zwei Wochen fast zum Verhängnis geworden. Erst im sechsten Sprung holte sie die "Quali" für die Titelkämpfe in Leverkusen und stellte Matzeraths Nerven auf die Probe. "Ob wir Risiko gehen und einen neuen Anlauf testen, entscheiden wir kurzfristig", sagt der Trainer.
Um in den Endkampf der besten Acht zu kommen, könnte der Risikoanlauf aber notwendig werden.