SC Preußen Borghorst: Ärger um die "Bochumer WG"
BORGHORST Matthias Brüggemann, Maxi Langer und Marius Wies sind sauer. Die drei Borghorster Spieler, die gemeinsam eine WG in Bochum bewohnen, werden aller Voraussicht nach in der kommenden Saison nicht mehr die Schuhe für den SCP schnüren.
Maxi Langer beim Borghorster Hallenturnier. Er, Matthias Brüggemann und Marius Wies werden in der kommenden Saison wohl nicht mehr das Trikot der Preußen tragen. (Foto: Bernd Oberheim)
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Die Art und Weise stört
Matthias Brüggemann kann diese Belange zwar nachvollziehen, nicht aber die Art und Weise, „in der uns Spielern gesagt wurde, dass man nicht mehr mit uns plant. Vor knapp zwei Wochen hat der Vorstand dem Mannschaftsrat mitgeteilt, dass man mit dem gleichen Kader in die nächste Saison gehen will, wenn kein Spieler den Verein wechseln will. Der Mannschaftsrat sollte ein System aufstellen, bei dem Gelder leistungsbezogener gezahlt werden. Vor einer Woche wurde ich dann angerufen und vor vollendete Tatsachen gestellt. Es gab auf jeden Fall Kommunikationsprobleme im Verein.“
Maxi Langer schildert das Gespräch, dass Heinz Segbers und Roland Westers mit ihm und Wies führten, aus seiner Sicht: „Marius Wies und ich wurden in der Kabine zwischen Tür und Angel informiert. Mit ein wenig Abstand kann ich die Entscheidung des Vereins aus finanziellen Gründen nachvollziehen, aber ein fader Beigeschmack bleibt. Vor allem, weil wir schon ewig in Borghorst spielen, viel für den Verein getan haben und es vor allem Matthias war, der mit dafür gesorgt hat, dass die Mannschaft zusammenbleibt.“
Auch für Marius Wies kam die Nachricht „aus heiterem Himmel“. Er, der wie Langer seit der Mini-Kicker in Borghorst aktiv ist (Brüggemann kam in der B-Jugend hinzu), habe sich überrumpelt gefühlt. Eine Rückkehr nach dem Studium sei allerdings nicht ausgeschlossen.
„Großer Respekt“
Segbers hält dagegen: „Wir haben ja nicht gesagt, dass wir nicht mehr mit den Spielern planen. Wir haben sie lediglich informiert, dass wir die Fahrtkosten nicht mehr zahlen. Im Gespräch mit dem Mannschaftsrat haben wir nichts gesagt, weil wir mit den Spielern persönlich sprechen wollten.“ Den Ärger der „Bochumer“ kann Segbers verstehen, er habe „großen Respekt vor den Jungs“, die Woche für Woche hohen zeitlichen Aufwand betreiben.
Die „Borghorster WG“ will auf jeden Fall weiter gemeinsam Fußball spielen. „Es gab schon Anfragen von Vereinen aus dem Umkreis von Borghorst. Wir könnten uns aber auch vorstellen, nicht jede Woche mehrfach etliche Kilometer zu fahren“, verrät Brüggemann.















