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Medienhaus Lensing
25.08.2011 17:28 Uhr
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Ausbildungsserie: Lernen bei einem weltweit agierenden Unternehmen

WETTRINGEN Sie haben gerade erst die Schule abgeschlossen und arbeiten schon jetzt bei einem weltweit agierenden Unternehmen: die Auszubildenden bei Bosch Thermotechnik in Wettringen.Von Yvonne Petrausch

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va Sommer und Hendrik Reckels absolvieren gerade ihr drittes Ausbildungsjahr bei Bosch Thermotechnik in Wettringen. Als Industriekaufleute telefonieren Eva und Hendrik mit Schwestergesellschaften im Ausland und schreiben Gutschriften.  (Foto: Petrausch)

Mit 170 Mitarbeitern ist Bosch in Wettringen einer der größten Arbeitgeber. Neun von ihnen bietet das Unternehmen eine Ausbildung in vier verschiedenen Berufen. „Wir bilden Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, technische Produktdesigner und Industriekaufleute aus“, sagt Bettina Spellmeyer, Ausbilderin bei Bosch Thermotechnik in Wettringen.

Lehramt war nichts

Nach einigen Umwegen landete Eva Sommer im Verwaltungsbereich des Unternehmens. Hier macht die 25-Jährige nun im dritten Lehrjahr ihre Ausbildung zur Industriekauffrau. Nach ihrem Abitur an der Rheiner Gesamtschule hatte Eva noch keinen konkreten Plan für die Zukunft.

Von Mutter und Schwester ließ sie sich zum Lehramtsstudium in Münster inspirieren. „Beide sind bereits Lehrerinnen, also habe ich es drei Semester mit Niederländisch und Geschichte auf Lehramt versucht“, erinnert Eva sich heute. Schnell merkte die Rheinenserin, dass ihr das Studium zu theoretisch war. „Ich habe dann etwas Praktisches gesucht.“ In ihrer Ausbildung bei Bosch hat sie dies gefunden.

„Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich durchlaufe viele Abteilungen, habe eigene Aufgaben.“ Täglich telefoniert sie mit Lieferanten, kontrolliert die Auftragsbestätigungen. „Kaufmännisches Geschick muss man einfach mitbringen – auch ein bisschen rechnen können“, sagt die 25-Jährige lachend.

Leichter vorgestellt

Mit-Azubi Hendrik Reckels betont allerdings: „Die Berufsschule habe ich mir leichter vorgestellt.“ Der 21-Jährige hat sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Rheine gemacht und sah sich damit bestens gerüstet. Aber: „Die Berufsschule geht tiefer in die Bereiche Rechnungswesen, Geschäftsprozesse – man muss ordentlich pauken.“

Auch für ihn kam nach dem Abi nur etwas Praktisches in Frage. „Der wirtschaftliche Bereich hat mich immer interessiert“, sagt Hendrik. Seine Eltern sind beide selbstständig. Zehn Bewerbungen hat der Wettringer im Vorfeld geschrieben. „Bosch war aber mein Wunschbetrieb.“

Interesse für Umweltschutz

Jedes Jahr stellt Bosch zwei Azubis als Industriekaufleute ein. „In den anderen Berufen je nach Bedarf“, sagt Bettina Spellmeyer. Geschätzt werden hier neben einem Abschluss der Höheren Handelsschule oder des Gymnasiums, gute Noten in den Hauptfächern, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und ein Praktikum im kaufmännischen Bereich. „Jede Erfahrung hilft“, betont die Ausbilderin. Außerdem sollte sich jeder Bewerber für den Umweltschutz interessieren. „Wir produzieren hier schließlich Solarkollektoren.“

Für das nächste Jahr werden bereits jetzt ein Produktdesigner und wieder zwei Industriekaufleute gesucht. Bestehen müssen alle Bewerber einen Online- und einen Vororttest. „Und der ist nicht gerade leicht“, sagt Neu-Azubi Jens Ofenhammer. Seit dem 1. August probiert er sich als Mechatroniker, arbeitet in der Schlosserei und in der Elektroabteilung.

„Unsere Azubis werden richtig in das Alltagsgeschäft integriert und übernehmen irgendwann sogar Urlaubsvertretungen“, berichtet Ausbilderin Bettina Spellmeyer. „Und die sind immer besonders lehrreich.“  


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