Judo-Grand-Slam: Behrlas erneuter Rückschlag
WITTEN/PARIS SU Annens Judoka Benjamin Behrla ist auch beim bestens besetzten Grand-Slam in Paris sofort ausgeschieden, während sein Bundesliga-Teamkollege Robby van Laarhoven guter Fünfter wurde. Für die Olympia-Teilnahme des deutschen Vize-Meisters sieht es nun düster aus. Nur drei Chancen bleiben ihm noch.
Für SU Annens Judoka werden die Chancen auf ein Olympia-Ticket immer weniger. (Foto: Dietmar Bock)
"Außer Spesen nichts gewesen“, kommentierte Behrlas Landes- und Vereinstrainer Andreas Reeh das Abschneiden seines 100 kg-Schützlings enttäuscht. „Nächstes Wochenende in Österreich und dann in Düsseldorf muss er unbedingt etwas machen, sonst war’s das.“
Nach dem frühen Aus in der georgischen Hauptstadt Tiflis vor einer Woche schied der zweifache EM-Dritte nun auch in Frankreichs Hauptstadt gleich in der ersten Runde aus. Dem in der Weltrangliste um vier Ränge besser platzierten Ukrainer Viacheslav Denysov unterlag der gebürtige Emsdettener in letzter Sekunde mit Ippon. „Anfangs sah das gut aus“, lobte Reeh den Kampfbeginn, „doch dann verletzte er sich am Boden, gab den zweiten Waza-Ari ab und war draußen.“ Über die genauen Umstände der Verletzung konnte der Coach noch nichts sagen, nur so viel: „Er hat starke Schmerzen.“
Konkurrent Peters patzt ebenfalls
Dimitri Peters (TuS Rotenburg), sein deutscher Widersacher im Kampf um das London-Ticket, besiegte nach anfänglichem Freilos den Ukrainer Artem Bloshenko mit Ippon, ehe er dann knapp mit Yuko (normale Wertung) am südkoreanischen Weltranglisten-Fünften Hee-Tae Hwang scheiterte. „Da Peters auch nur zwei Kämpfe gewann, bleibt das Rennen weiter offen“, ist Reeh froh, dass der für den Deutschen Meister TSV Abensberg in der Bundesliga kämpfende Peters nicht wesentlich mehr an Boden gut machte.
Besser schnitt der Niederländer Robby van Laarhoven, der nur in der Bundesliga für die SUA kämpft, ab. Der 90 kg-Athlet warf unter den 49 Kämpfern Platz fünf heraus. Nach gleich zwei (!) Freilosen besiegte er den Ukrainer Valentyn Grekov mit Waza-Ari (große Wertung), um dann kampflos gegen den verletzten brasilianischen Weltranglisten-Fünften Tiago Camilo mit Ippon zu siegen. Gegen den Russen Kirill Denisov war jedoch Schluss. 40 Sekunden vor dem Ende kam der Weltranglisten-13. zum Ippon.
Mooren verzichtet
Van Laarhovens Landsmann Henri Schoeman (81 kg) schied bereits in der zweiten Runde aus. Zum Auftakt besiegte der Holländer den Kameruner Malcom Nkou mit Ippon, bevor er dann vom Letten Konstantins Ovchinnikovs vorzeitig bezwungen wurde. Der ebenfalls für Paris gemeldete Niederländer Jeroen Mooren startete nicht.





















